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Der Storch braucht Hilfe

FOTO: Michael Helbig
Kommentar. Es ist zwar immer einfach, nach dem Staat zu rufen, wenn man nicht mehr weiter weiß. Aber in diesem Fall ist das fast nicht anders möglich. Sascha Klein

Der Storch braucht Hilfe. Ohne Hilfe von außen wird unser gefiederter Glücksbringer vielleicht irgendwann gar nicht mehr in der Lausitz landen und brüten. Der Fall ist verzwickt: Natürlich kann niemand der Landwirtschaft sagen, sie soll zu Methoden wie vor 100 Jahren zurückkehren, weil das für den Storch wichtig ist. Die Landwirtschaft kämpft sowieso mit enormem Preisdruck. Da kann niemand einfach so auf die Belange der Störche Rücksicht nehmen. Trotzdem wäre es jetzt an der Zeit, sich des Problems anzunehmen. Die Frage steht: Wie lassen sich in der Lausitz zumindest an möglichst vielen Stellen vernünftige Lebensbedingungen für den Storch erhalten? Wenn wir noch zehn oder 20 Jahre vergehen lassen, ohne das Problem zu thematisieren, können wir unseren Kindern und Enkeln nur noch davon erzählen, wie ein Storch aussieht.