Allerdings mehr bei den Gastgeberinnen, denn die wurden vor gut zwei Jahren vom VfBW Team am vorletzten Punktspieltag am Aufstieg in die Sachsenliga gebremst.
Damit hatte TuS „Dipps“ mit den Gästen aus Hoyerswerda noch eine alte Rechnung zu begleichen. Dementsprechend lief der Gastgeber aufs Parkett. Die VfBW-Mädchen zeigten zu viel Respekt und begannen mehr als ängstlich beim aktuellen Tabellen-Ersten. Konnte man im VfBW-Sechser im ersten Satz noch bis zur Mitte (14:25) mithalten, brach der Gäste-Sechser im zweiten Satz völlig ein. Zu der fehlenden Einsatzbereitschaft kamen noch viele technische Schwächen, die diesen Satz zum Fiasko werden ließen. Die Satzniederlage der Gäste hatte neben dem schlechten Auftritt dann noch einen faden Beigeschmack, als man sich beim 5:25 mehr als blamierte.
Nun wurde auf der Trainerbank gehandelt. Es gab nur noch eine Alternative, die Nebenangreiferin und Spielführerin Marina Köhler musste, wie schon beim letzten Auswärtsspiel, auf die Zuspielerposition. Obwohl es in den ersten beiden Sätzen nicht nur im Zuspiel Probleme gab, steigerten sich nun alle Mannschaftsteile. Warum nicht gleich zu Beginn des Spieles sich so ins Zeug gelegt wurde, blieb unbeantwortet. Es wurde ab Satz Nummer drei um jeden Ball gekämpft, dabei war Marina Köhler als Kapitän vorbildlich. Wie ihr gelang auch Claudia Schleiernick fast alles. Claudia kam erst zum dritten Satz ins Spiel und zeigte ihre beste Saisonleistung. Der VfBW-Angriff punktete nun auch mit Claudia Karg und der erfahrenen Conny Widera, die zur Überraschung äußerst clever agierte. Es dauerte fast eine halbe Stunde, ehe man den Satz knapp mit 26:24 in der Tasche hatte.
In der Spielpause erlebten die Betreuer selbstbewusste Spielerinnen, die plötzlich mehr wollten. Was für Töne? Dem VfBW-Spiel tat die Einstellung gut. Aber auch die Gastgeberinnen wussten nun, man hatte es endlich mit einem ernst zu nehmenden Gegner zu tun. Im Verlaufe des vierten Abschnittes deutete sich an, dass das Team mit den wenigsten eigenen Fehlern als Sieger das Parkett verlassen wird, denn an der Einsatzbereitschaft mangelte es in beiden Teams nicht.
Zum Leidwesen der Mädchen der Volleyballfreunde verschenkte man durch leichtfertig verschlagene Aufgaben und unglückliche Aktionen im Angriff die wichtigen Punkte. So musste man schon anfangs einen Drei-Punkte-Rückstand hinterherlaufen. Beim 17:20 hatte man dann nicht die Nerven, noch einmal den Abstand zu verkürzen, so blieb der Satz mit 19:25 und zwei Punkte bei der Mannschaft vom Wei ßeritztal. Für die in den beiden letzten Sätzen gut harmonierende VfBW-Mannschaft gilt zu hoffen, dass man beim nächsten schweren Gang nach Pirna nicht erneut zu spät aufwacht. Aber Dank eines vorbildlichen Kapitäns und einer erfahrenen „Oldie-Abteilung“ wird man selbstbewusster immer mehr ein Team.
Hoyerswerda spielte mit: C.Karg, L. Klaua, K.Kloß, C. Schleiernick, M.Köhler, C.Widera, A. Rosemann, L.Frenzel