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| 02:42 Uhr

Der Leuchtturm-Komplex soll erweitert werden

Die unübersichtliche Kreuzung am Leuchtturm soll mittelfristig durch eine Trassenverlegung entschärft werden.
Die unübersichtliche Kreuzung am Leuchtturm soll mittelfristig durch eine Trassenverlegung entschärft werden. FOTO: amz1
Bergen/Geierswald (amz1) Das Hotel- und Gastronomie-Ensemble des Leuchtturm-Komplexes am Geierswalder See, der sich an der Südböschung befindet, wird erweitert. Geplant sind laut Betreiberin Heike Struthoff und der Gemeinde Elsterheide weitere Unterkünfte für Feriengäste, eine Sauna, eine Bar sowie ein Seminarraum.

Der Anbau solle zwischen bereits bestehendem Komplex und Geierswalder Windspitze entstehen und direkt an die alte Erosionsrinne, die vom Hochwasser 1986/1987 herrührt, grenzen. Dafür müsse der Bebauungsplan geändert werden. Denn das von Unternehmerin Heike Struthoff avisierte Areal beherbergt bislang eine Grünfläche. Diese solle für die Bebauung von Gesetzeswegen freigegeben werden.

Bei solchen Maßnahmen ist es laut Elsterheiders Bürgermeister Dietmar Koark üblich, den Bauherren an den dafür auflaufenden Kosten zu beteiligen. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang. Doch bislang habe niemand vonseiten des Bergener Rathauses die Unternehmerin darüber in Kenntnis gesetzt. Daher forderte Gemeinderätin Tanja Zippack in der jüngsten Sitzung, den Beschluss von der Tagesordnung zu nehmen. "Wir sollten das aus Gründen der Fairness machen", sagte die Abgeordnete. Dennoch stimmte die Mehrheit der Gemeinderäte für die Änderung des Bebauungsplans. Allerdings solle die Projektträgerin schnellstmöglich über den Vorgang in Kenntnis gesetzt werden. Heike Struthoff plant, im Herbst den Bauantrag bei der Verwaltung einzureichen.

Darüber hinaus beinhaltet die Änderung des B-Plans eine Entflechtung der Verkehrssituation vor dem Leuchtturm. Die jetzige unübersichtliche Kreuzung solle neu gebaut werden. Hinzu komme ein straßenbegleitender Radweg. In diesem Zusammenhang plane die Elsterheide den Bau eines neuen Parkplatzes. Laut Landkreis Bautzen sei mit einer Neu-trassierung der dortigen Kreisstraße von Geierswalde nach Tätzschwitz und der Entfernung des berüchtigten "Katzenbuckels" nicht vor 2018 zu rechnen.