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| 14:14 Uhr

Adventskalender
Hoywoys Kalender mit ganz besonderen Türchen

Birgit Sarodnick erzählt den Kindern ein Grimm’sches Märchen.
Birgit Sarodnick erzählt den Kindern ein Grimm’sches Märchen. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Ohne den lebendigen Adventskalender würde in der Vorweihnachtszeit in Hoyerswerda etwas Wichtiges fehlen, da sind sich Teilnehmer und Macher einig. An allen Dezembertagen außer den Sonntagen öffnen seit 17 Jahren je ein Händler, Verein oder eine Einrichtung ihre Türen. Von Katrin Demczenko

Sie gestalten die Abende unter anderem mit Basteln, Geschichten, Theater oder Führungen – zum Beispiel durch die Lausitzer Ölmühle – erzählt Erfinder und Cheforganisator Torsten Vogel. Täglich darf ein Kind die Weihnachtskrippe im Schaufenster der Fleischerei Sinapius mit einer Figur vervollständigen, bis diese am Abend des 23. Dezember komplett ist. „Der Josef darf bei mir übernachten“, freut sich der Berliner Grundschüler Luis David Grasemann, der als Feriengast am lebendigen Adventskalender teilnimmt.

So war er dabei, als das 21. Türchen im Hoyerswerdaer Geschäft Evelin Graf Moden „geöffnet“ wurde. Dort erzählte Birgit Sarodnick in ihrer Wintertracht der Sorben Kindern und Eltern das Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“. Nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in ihrer Muttersprache Sorbisch. 

In den Dezemberwochen gibt es jeden Tag ein anderes schönes Erlebnis. Die Drittklässlerinnen Neele und Lea erzählen vom Weihnachtssingen des Chores ihrer Grundschule „Am Park“, das sie in der Johanneskirche mitgestaltet haben. Der Besuch der Reichsgräfin Ursula Katharina von Teschen mit ihrem Gefolge in Kostümen des Barock begeisterte die Mädchen. Ein Knopf aus den Händen des besonderen Gastes wanderte in ihre Schatzkisten. Jedes Kind hat eine Blechdose und sammelt darin persönliche Erinnerungen an die Abende des lebendigen Adventskalenders, erklärte Torsten Vogel. Der zehnjährige Anton aus Hoyerswerda ist schon seit Jahren bei den Veranstaltungen dabei und berichtet vom diesjährigen Besuch der Jahnsporthalle. „Die schönste Station war der Kraftsport.“

Der Sportclub und die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda waren dieses Jahr neu dabei und den Transport aller Teilnehmer in die Neustadt übernahm die Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda, lobt Vogel. Für nächstes Jahr hat er den Barbara- und den Nikolaustag schon vergeben, der lebendige Adventskalender wird also weitergehen.