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Der Krabat-Zauber hält an

Sie gehören zu den Hauptakteuren: Festspielleiter Alexander Siebecke und die Schauspieler Peter Splitt, Steffen Urban und Suzanne Kockat.
Sie gehören zu den Hauptakteuren: Festspielleiter Alexander Siebecke und die Schauspieler Peter Splitt, Steffen Urban und Suzanne Kockat. FOTO: Anja Hummel
Hoyerswerda/Schwarzkollm. Das große Schauspiel-Spektakel in Schwarzkollm rund um die Krabat-Sage wird fortgesetzt. Festspielintendant Peter Siebecke kündigte an, dass der Vertrag über die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Krabatmühlen-Verein von 2018 bis 2023 unter Dach und Fach stehe. Anja Hummel

"Es wird einen weiteren Zyklus der Festspiele unter noch besseren Bedingungen geben", sagte Siebecke am Dienstag in einem Pressegespräch. So soll im Zuge des Neubeginns auch alles neu gestaltet und die Geschichte um Krabat angereichert werden. "Die Legende wird wiedergeboren", fasst es Peter Siebecke zusammen. "Es wäre auch unter unseren Ansprüchen, wenn wir einfach so weitermachen würden, wie zu Beginn im Jahr 2012", ergänzt Festspielleiter Alexander Siebecke.

Eine Lösung, um ab kommenden Jahr die riesige Nachfrage an Karten zu bedienen, gebe es indes nicht. "Der Bedarf ist viermal so hoch wie die Kapazität", gesteht Alexander Siebecke. Die insgesamt 9000.Karten für die 14 Open-Air-Vorführungen des diesjährigen Spektakels "Krabat - am Kreuzweg des Schicksals" waren innerhalb nur eines einzigen Tages ausverkauft. Der Unmut über das geringe Kontingent in der Bevölkerung sei den Festspiel-Verantwortlichen durchaus bewusst. "Aber in einer größeren Dimension würde das Schauspiel seinen Charme und Charakter verlieren", ist der Intendant überzeugt. Schließlich müsse das Spielareal authentisch bleiben. Mit Traversensystem im Zuschauerrondell wäre das nicht mehr gegeben. So soll es bei den rund 600.Zuschauerplätzen pro Vorführung bleiben.

Was während der diesjährigen Krabat-Festspiele vom 21..Juni bis 9..Juli völlig neu ist: Es wird Backstage-Führungen geben, die einen ganz speziellen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Zu sehen gibt es neben Schauspiel-Equipment, Kostüm- und Maskenbereich sowie Spielfläche auch die ganze notwendige Technik für die Inszenierung. An den Vorstellungstagen jeweils um 11.und 15.Uhr führt niemand geringeres als die Lautaer Zwillinge Richard und Anton Fuchs, die das Publikum im vergangenen Jahr als die Kobolde "Zwick und Zwack" verzauberten.

In diesem Jahr wieder auf der Bühne stehen unter anderem die Schauspieler Steffen Urban als "August der Starke", Suzanne Kockat als "Gräfin Cosel" und Peter Splitt als "Juri" und "Wassermann". Für den sechsten und letzten Sagenteil wird im Koselbruch derzeit fieberhaft geprobt. "Es wird viele Überraschungen für die Zuschauer geben", kündigt Festspielleiter Alexander Siebecke an. Geplant sind neben "gigantischen Massenszenen" auch außergewöhnliche Wassereffekte. Insgesamt besteht das Festspiel-Team aus 315.Mitwirkenden. Laien und Profi-Schauspieler arbeiten Hand in Hand. "Wir hatten schon 2016 ein kaum zu toppendes Level. Aber dieses Mal wird es noch einen Schnipps schöner", kündigt Juri-Darsteller Peter Splitt an. Und Peter Siebecke verrät: "Es wird dieses Mal keinen Jungschauspieler geben, der die Figur des Krabat übernimmt."

Der Zauber um die Festspiele begann im Jahr 2012.mit vier Vorstellungen und je 300.Gästen. Damals hob der heutige Intendant Peter Siebecke gemeinsam mit dem Verein "Krabatmühle Schwrazkollm" die Festspiele aus der Taufe. Seither zieht es Gäste aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich in die Lausitz.