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Der Kortitzmühler See liegt auf dem Trockenen

Der Grund des Kortitzmühler Sees liegt trocken.
Der Grund des Kortitzmühler Sees liegt trocken. FOTO: amz1
Geierswalde/Laubusch. Normalerweise werden bereits seit vielen Jahren die ausgekohlten Lausitzer Tagebaurestlöcher systematisch geflutet. So war es auch mit dem Kortitzmühler See im Dreieck der Orte Tätzschwitz, Geierswalde und Laubusch. amz1

Jetzt enthält die Grube allerdings kaum noch Wasser. Sie präsentiert sich weitgehend trocken. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern.

Sagen zumindest die Bergbausanierer von der LMBV, die den Kortitzmühler See saniert haben. Die gekippten Uferböschungen seien demnach gesichert worden, informiert LMBV-Sprecher Dr. Uwe Steinhuber auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Darüber hinaus habe die gewachsene Nordböschung zum Schutz vor Wellen erosion einen stabilen Steinverbau erhalten. Bis zum Jahr 2014 sei der Wasserstand im Kortitzmühler See durch die Einleitung von Wasser über den Bluno-Südgraben auf weitgehend konstantem Niveau gehalten worden. Das Ziel: die Gewährleistung der geotechnischen Sicherheit im Gebiet.

Ende 2014, also nach Abschluss der Sanierung, floss kein Nass mehr in das Restloch. Nach Einschätzung des LMBV-Bereichsleiter Sanierungsplanung, Dirk Sonnen, werde der Seewasserspiegel erst mit dem Beginn der Überleitung von Wasser von der Niedrigwasserhaltung Hoyerswerda aus dem Westrandgraben über den Lugteich wieder ansteigen. Voraussetzung sei aber die bislang nicht vollendete Sicherung des Lugteichgebietes. Die dortige Sanierung bedürfe unter anderem noch der Zustimmung der dortigen Waldeigentümer.

Der Kortitzmühler See umfasst normalerweise eine Wasserfläche von rund 28 Hektar. Er ist nach dem Erika-See und dem Lugteich das mit Abstand kleinste Restloch des ehemaligen Tagebaus Laubusch/Erika, der bereits im Jahr 1962 seinen Betrieb eingestellt hatte. Benannt ist das Gewässer nach der nur einen Steinwurf entfernten Kortitzmühle, die zu Geierswalde gehört.