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Der Klügere gibt auch bei den Kilos nach

Dagmar Gelbke mit ihrem Kollegen Wolfgang Flieder in Aktion.
Dagmar Gelbke mit ihrem Kollegen Wolfgang Flieder in Aktion. FOTO: hir1
Hoyerswerda. Dagmar Gelbke und Wolfgang Flieder haben am Wochenende im Zoorestaurant "Sambesi" mit ihrer sehr erfolgreichen Show über Big Helga – "een kleenet Menschenkind" gastiert. Beide Veranstaltungen waren ausverkauft. hir1

Alles drehte sich um die beliebte Unterhaltungskünstlerin, die am 20. November 1991 im Alter von nur 54 Jahren verstarb. Die in Leipzig geborene Dagmar Gelbke selbst trat jahrelang an der Seite von "Henne" auf und konnte so manchen Zwerchfellkiller über ihre Helga erzählen. Da Helga mit den Kilos auf den Rippen im Clinch lag, ging sie auf eine teure Diät ein und das Ende vom Lied war, dass sie nicht half. Helga sagte nur: "Der Klügere gibt nach."

Für ihre Unterhaltungskunst, bei der kein Auge trocken blieb, bekam die "Henne" 1987 den Nationalpreis. Die umgerechnet 1500 Euro wurden in einer Nacht mit ihrer Texterin Angela Gentzmer und Komponist Arndt Bause im Berliner Grand Hotel verjubelt. Dort verdrängte Helga den Barpianisten und setzte Arndt Bause an die Tasten, der nun "Wo ist mein Geld nur geblieben" spielen musste. "Ja, mit Geld konnte Helga nicht wirklich umgehen. Aber trotzdem wäre ich an dem Abend gern dabei gewesen", sagte Dagmar Gelbke.

Zu den Erinnerungen an die "Henne", gab Dagmar Gelbke, wo es passte, Stepptanzeinlagen. Die waren noch genau so perfekt, wie vor etwa 40 Jahren. Die Hommage an Big Helga wurde durch alte Filmaufnahmen bereichert. Das Publikum lachte, applaudierte, fühlte sich bestens unterhalten, wie auch Gisela Wockenfoth aus Hoyerswerda. Gemeinsam mit ihren Freundinnen erzählte sie, dass die Unterhaltungskunst von Helga Hahnemann genau in ihre Zeit hineinspielte. "Wir fanden es immer toll, dass sie das Herz auf der Zunge trug und sich mit dem Volk identifizierte. Auf jeden Fall war das für uns heute eine tolle Erinnerung", so Gisela Wockenfoth.