Von Sascha Klein

Stück für Stück Richtung neues Glück: So lassen sich derzeit die Arbeiten in der Laubuscher Turnhalle am Bad beschreiben. Derzeit ist die Ruhlander Firma Schirmacher dabei, die in die Jahre gekommene Turnhalle wieder fit für den Schul- und auch den Vereinssport zu machen.

Je mehr Quadratmeter der Experte auf Knien vorankommt und je mehr schadhafte Stellen repariert werden, umso größer wird die Chance, dass das inzwischen fast zwei Jahre andauernde Laubuscher Turnhallen-Problem gelöst wird. Denn: Diese Lösung, das Parkett auf etwa 100 Quadratmetern auszutauschen und damit die schadhaften Stellen zu entfernen, war für die Stadt Lauta finanziell die einzig gangbare.

Alle anderen Lösungen sind nach und nach verworfen worden. Aufgrund der offenen Frage: „Was wird denn nun aus der Laubuscher Sporthalle?“ hatte sich zwischen der Lautaer Stadtverwaltung und dem SV Laubusch, der die Sporthalle außerhalb des Schulsports nutzt, eine Art Dauerstreit entwickelt.

Keine Fördermittel für marode Sporthalle in Laubusch

Im Juni hatte es schließlich die Lösung gegeben, nachdem bekannt geworden war, dass es eine Möglichkeit gibt, Teile des kaputten Parketts einfach auszutauschen. Lautas Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) hatte das während einer Ausschusssitzung als „Lösung zum politischen Frieden“ bezeichnet.

Zuvor hatte die Stadtverwaltung monatelang nach einer Variante gesucht, wie die marode Sporthalle zumindest teilinstandgesetzt werden kann. Das Problem waren die extrem hohen Kosten, die die Arbeiten verursacht hätten.

Denn: Fördermittel hätte die Stadtverwaltung für eine Sanierung nicht erhalten. Geld wäre nur geflossen, wenn die Verwaltung ein tragfähiges Konzept hätte vorlegen können, wie die Halle auch nach dem Schulsport ab 2021 umfänglich genutzt werden kann. Das kann sie jedoch nicht.

SV Laubusch wird zum Hauptnutzer der Sporthalle

Spätestens nach der Sanierung der einstigen Mittelschule am Laubuscher Markt zieht die Grundschule dorthin um. Das heißt: Der SV Laubusch wird zum Hauptnutzer – kann die Halle aber nicht so auslasten, dass dafür Fördermittel infrage kämen.

Lautas Bauamtsleiter Wolfhardt Persicke hatte immer wieder betont, dass für die Halle ab 2021 keine Wirtschaftlichkeit gegeben sei. Deshalb hatte die Stadtverwaltung den SV Laubusch auch dafür gewinnen wollen, künftig die Turnhalle am Markt zu nutzen. Der Sportverein lehnte jedoch ab – mit dem Verweis, die Halle sei zu klein.

Die aktuelle Reparatur darf nicht mehr als 35 000 Euro kosten. 7200 Euro sind Spenden, unter anderem vom SV Laubusch und von Regionalversorger ewag Kamenz.

Wie Sylvia Drescher aus dem Lautaer Bauamt betont, soll die Laubuscher Turnhalle nach den Herbstferien Ende Oktober wieder für den Sport zur Verfügung stehen. Die Einschränkungen – bislang durfte dort weder Ball gespielt werden noch durften Sportarten mit hoher Geschwindigkeit stattfinden – könnten dann aufgehoben werden.