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| 18:38 Uhr

Hoyerswerdaer Jugendstadtrat
Jugendstadtrat sucht nach Rückkehrern

Der Jugendstadtrat Hoyerswerda 2017.
Der Jugendstadtrat Hoyerswerda 2017. FOTO: Jugendstadtrat Hoyerswerda
Hoyerswerda. Die Hoyerswerdaer Jugend hat im kommenden Jahr viel vor und setzt vor allem auf Hilfsbereitschaft. Von Anja Hummel

Die elf Mitglieder des Hoyerswerdaer Jugendstadtrates haben für das kommende Jahr große Pläne. Für ihre Vorhaben benötigen sie jedoch Unterstützung von außen.

Taschengeldbörse: Es soll eine Plattform geschaffen werden, bei der sich Jugendliche das Taschengeld aufbessern können, indem sie Senioren im Alltag helfen. Besonders in Fragen zu Computer, Telefon und Co. könnte die Jugend ihr Wissen weitergeben. Bevor das Projekt startet, möchte der Jugendstadtrat herausfinden, wie groß der Bedarf ist. Jugendliche, die Interesse haben, können sich melden. Für Senioren sollen Flyer an die Haushalte verteilt werden. Für die Hilfe soll es keinen festen Geldbetrag geben. Die Senioren dürfen selber entscheiden, wie viel „Taschengeld“ die Jugendlichen für ihre Hilfe erhalten.

Skateboard-Park: Weil es in Hoyerswerda nicht so viele Treffpunkte für Jugendliche gibt, soll ein Skateboard-Park gebaut werden. Dafür ins Auge gefasst hat der Jugendstadtrat das Indianerdorf. „Zunächst benötigen wir aber die Zustimmung der Stadt“, sagt die Vorsitzende des Jugendstadtrates Marija Skvoznikova.

Graffiti-Wettbewerb: Mit Unterstützung des Hoyerswerdaer Stadtrates ist ein Graffiti-Wettbewerb an der Unterführung Bahnhof Neustadt geplant. Gesprüht werden soll im Sommer im Rahmen der 48-Stunden-Aktion. Zuvor müssen jedoch die derzeit beschmierten Wände weiß gestrichen werden. Dafür, teilt der Jugendstadtrat mit, werden noch Sponsoren benötigt.

Rückkehrer-Video: Die Videoreihe „Hierbleiben und Weggehen“ soll fortgeführt werden. Das zweite Video soll sich mit dem Aspekt des Wiederkehrens befassen. Der Jugendstadtrat ist noch auf der Suche nach Rückkehrern, die ihre Geschichte vor der Kamera erzählen möchten. Das Kreativprojekt wird in zusammenarbeit mit der Kulturfabrik Hoyerswerda entstehen.

Tag und Nacht für Toleranz: Wie in den Vorjahren möchte sich der Jugendstadtrat auch 2018 an der Aktion „Tag und Nacht für Toleranz“ beteiligen. Organisiert werden soll eine Gesprächsrunde mit Flüchtlingen. Die Teilnehmer können dann von ihrer Heimat, der Flucht oder Erlebnissen in Hoyerswerda erzählen.

Weitere Vorhaben: Im kommenden Jahr möchte der Jugendstadtrat stärker auf sich und seine Arbeit aufmerksam machen. „Wir werden Werbeplakate in Schulen aufhängen“, sagt Marija Skvoznikova. Außerdem auf dem Plan steht das Kontakteknüpfen: Die Städtepartnerschaften Hoyerswerdas sollen ausgebaut werden. „Vielleicht gibt es Jugendstadträte, mit denen wir uns austauschen können“, so Marija Skvoznikova auf der jüngsten Sitzung.

Wer Interesse hat, sich an einem der Projekte zu beteiligen, kann sich beim Jugendstadtrat via E-Mail an jugendstadtrat@hoyerswerda-stadt.de melden.