| 18:30 Uhr

Der härteste Gaudi-Lauf der Region

Das Klettern über offenes Feuer war gestern eins der Hindernisse beim immer härter werdenden Black Bird Run.
Das Klettern über offenes Feuer war gestern eins der Hindernisse beim immer härter werdenden Black Bird Run. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Hoske. Hart, härter, Hosker Hindernisläufer – großer Respekt gebührt den 311 Teilnehmern des diesjährigen Black Bird Run. Nach einer gesellschaftlichen Gruppenerwärmung fällt um 14 Uhr pünktlich der Startschuss. Anja Guhlan / ang1

Die Hindernisläufer machen sich auf den Weg. Einige sind sportlich gekleidet, andere haben Kostüme an wie Bernadett Lange (23) und Alexandra Materne (20) aus Wittichenau. Sie nehmen zum zweiten Mal an dem härtesten Gaudi-Lauf der Region teil. "Wenn wir schon keine sportliche Motivation haben, sollten wir wenigstens hübsch aussehen", sagen die Frauen lachend. Der Black Bird Run ist für viele Teilnehmer ein Gaudi-Lauf. Auch für Doreen Wolf (36) aus Hoyerswerda, die sich gemeinsam mit acht Freunden jeweils ein Batman-Kostüm angezogen hat: "Batman überlebt alles. So hoffen wir, bei unserer zweiten Teilnahme auch wieder zu überleben. Der Lauf ist hart, macht aber auch jede Menge Spaß." Für Stefan Kutscher (36) ist es ein überragendes Gefühl, ins Ziel zu kommen. Und Hubert Retschela (18), der sonst als Zuschauer am Rand stand, will es in diesem Jahr zum ersten Mal als Teilnehmer wagen. "Es wird hart. Ich habe mich zwar ein bisschen vorbereitet, glaube aber nicht, vorne mitmischen zu können. Ins Ziel kommen lautet die Devise."

Die Teilnehmer müssen durch Schlamm laufen und kriechen, Hürden überwinden, durch die Schwarze Elster waten, Schlammgräben überspringen, über Feuerstellen klettern, sich durch den Reifendschungel drängeln, große Heuberge übersteigen und in einem Wassercontainer tauchen.

Am Ende kommt nach einer Stunde und 18 Minuten der 27-jährige Jacob Zschorlich als Erster ins Ziel. Er war den ganzen Lauf über in Barfußschuhen unterwegs und ist glücklich: "Ich nehme zum ersten Mal teil und bin gleich als Sieger hervorgegangen. Das ist großartig. Ich habe schon an mehreren Hindernisläufen teilgenommen, wie zum Beispiel den Tough Mudder, aber dieser Black Bird Run ist hart und echt anspruchsvoll."

Der Titelverteidiger aus den beiden vorangegangenen Jahren, Jonas Zschornak, musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Auf dem dritten Platz landet Mattes Brähmig.

Als erste Frau ist etwa 20 Minuten nach dem ersten Sieger Theresa Lützendorf durch das Ziel. Die 22-Jährige ist mit ihren Kollegen von der Polizei und von der Polizeischule gestartet. "Es war hart, aber gut. Und vor allem konnten wir gut das Team stärken", so Theresa Lützendorf.

Für den Hauptorganisator Roland Salowsky ist der Black Bird Run auch in seiner dritten Auflage geglückt. Auch die mehr als 1000 Zuschauer, die am Rand ihre Favoriten anfeuerten, hatten ihren Spaß. Im nächsten Jahr soll es die 4. Auflage des härtesten Gaudi-Laufs der Region geben.