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| 18:34 Uhr

Urbanes Grün
„Dschungel“ vor der Haustür stößt auf Kritik

 Die grüne Lunge mitten in Hoyerswerda ist ein Paradies für die Vögel und Insekten. Einige Anwohner der Hufelandstraße kritisieren jedoch den „Dschungel“ vor ihrer Haustür.
Die grüne Lunge mitten in Hoyerswerda ist ein Paradies für die Vögel und Insekten. Einige Anwohner der Hufelandstraße kritisieren jedoch den „Dschungel“ vor ihrer Haustür. FOTO: LR / Rita Seyfert
Hoyerswerda. Urwald-Flair zwischen Hufelandstraße und Virchowstraße ist einigen Anwohnern ein Dorn im Auge. Von Rita Seyfert

„Verwildert und zugewuchert“, so beschreibt ein Anwohner der Huflandstraße 60 die städtische Grünfläche vor seiner Haustür. „Ich kenne die Anlage noch aus DDR-Zeiten“, erzählt er. Damals habe der Wohnblock das Areal zwischen Hufelandstraße und Virchowstraße gemeinsam bewirtschaftet.

Beete wurden umgegraben, Rosen gepflanzt, Hecken angelegt. Doch von all der Ordnung sei nichts mehr übrig. Seit der Wende wurde der schmale Streifen sich selbst überlassen. Und die Natur forderte sich zurück, was ihr gehört. Nun erinnere der Park an einen „mittelschweren Urwald“, sagt der Mann.

Weder der Spielplatz noch die gegenüberliegenden Häuser lassen sich durch den Wildwuchs erkennen. Mit einem Park habe dieser Fleck seiner Meinung nach nichts mehr zu tun. Aus seiner Sicht müsse die Anlage daher mal grundsätzlich saniert werden. Das sieht die Stadt aber offenbar anders. Wie auf RUNDSCHAU-Nachfrage mitgeteilt wurde, ist eine Neubeplanung in den kommenden fünf Jahren nicht vorgesehen.

Allerdings habe man durchaus ein Auge auf die Fläche. „Wenn ein Baum kaputt geht, wird der raus genommen“, hieß es. Auch Pflanzen werden sukzessive getauscht. Ansonsten sei die Stadt stolz auf das „urbane Grün“, wie sie es nennt. Auch wenn sich Kleingärtner an dieser „Wildnis“ möglicherweise st0ßen, sei der Rückzugsort für Vögel und Bienen ideal.