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Der Bürgerchor Hoyerswerda macht weiter

Der Mitschnitt soll nicht das Lebenszeichen des Chores sein.
Der Mitschnitt soll nicht das Lebenszeichen des Chores sein. FOTO: mdr1
Hoyerswerda. Der Gundi-Projektchor macht weiter. "Wir verabschieden uns nicht", hatte der Bürgerchor bei seinem Konzertdebüt zu Gerhard "Gundi" Gundermanns 60. Geburtstag im Februar verkündet. mdr1

Zur ersten Planungsrunde danach hatten sich 70 Sänger diese Woche in der Kufa getroffen. Die Idee, weiterzumachen, gab es schon vor dem Konzert, so Andre Bischof und verweist auf Nachfragen auch von Chören aus Zittau und Berlin. Vorstellen könne er sich die Erarbeitung von ein, zwei weiteren tollen Gundermann-Songs. Das ganze Repertoire könnte man mit Rockklassikern mischen, findet der Chorleiter. Grönemeyers "Männer" zum Beispiel, arrangiert als Zwiegespräch zwischen Damen und Herren.

Den Höhepunkt des Treffens bildete der gemeinsame Blick auf die Konzertmitschnitte, die Dirk Lienig in der Kufa-Medienwerkstatt fertiggestellt hat. Neben aller Freude wurden aber auch einige kritische Stimmen laut. "Ich denke, wir sollten die Arrangements hier und da etwas kürzen", überlegte Andre Bischof. Andere fanden das Summen im Hintergrund des Gute-Nacht-Liedes "Der Mond ist aufgegangen" nicht so günstig. Sabine Proksch mahnte vor zu viel Selbstkritik: "Genau das macht uns doch aus, dass wir so verschiedene Typen sind und nicht so perfekt. Einen richtigen Chor hört und bewundert man, aber da möchte man nicht zwangsläufig mitmachen."

Auch Andre Bischof beruhigte: "Wir wollten uns wohl fühlen auf der Bühne und das hat man auch gemerkt." An der Interpretation auf der Bühne könne man weiter arbeiten. Das werden die Bürgerchormitglieder ab dem 24. August wieder tun. Der nächste Auftritt wird bei der Eröffnung der neuen Kulturfabrikheimat in der Braugasse sein. Die Mitglieder des Chores träumen bereits von einem Auftritt bei der Premiere eines Andreas Dresen-Filmes über Gundi und einer "Gundermann-Straße".