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| 01:30 Uhr

Der Blick geht nach oben

Eines der Aushängeschilder des HSV 1919 ist die A-Junioren-Mannschaft, die in der Landesliga spielt. In dieser Szene aus dem jüngsten Testspiel gegen den SV Haselbachtal hat Nico Helm (vorn) den Ball im Blick. Foto: W. Müller
Eines der Aushängeschilder des HSV 1919 ist die A-Junioren-Mannschaft, die in der Landesliga spielt. In dieser Szene aus dem jüngsten Testspiel gegen den SV Haselbachtal hat Nico Helm (vorn) den Ball im Blick. Foto: W. Müller FOTO: W. Müller
Hoyerswerda. Welchen Weg gehen die Fußballer des Hoyerswerdaer SV 1919? Um diese Frage drehte sich eine Presserunde am Dienstagabend am Sportlerheim „Am Adler“. Von Hagen Linke

Der Verein ist gewachsen: 450 Mitglieder, 20 Mannschaften, 23 Übungsleiter sowie Mannschaftsbetreuer - 1919-Vorstandsvorsitzender Maik Tank machte deutlich, dass ohne die Hilfe von der Basis vieles nicht möglich sei, dankte ausdrücklich und stellte klar. “Wir werden weiter ein Ausbildungsverein sein„, sagte er. “Unser Ziel ist es, über den Sport und die Sponsoren auch Ausbildungsplätze zu organisieren.„ Wenn die besten Spieler möglichst hochklassig spielen wollen, solle das möglich sein. “Es geht nicht ums Wegnehmen, sondern um das Entwickeln.„ Mit Hilfe von Sponsoren sollen Türen geöffnet werden: “Es soll nicht heißen, wir steigen nicht auf, weil die Mittel nicht da sind.„ Tank wünscht sich noch mehr Unterstützung aus der Wirtschaft, auch aus der Politik, auch im Hinblick auf Sportstättennutzung. Ein Gespräch mit Oberbürgermeister Stefan Skora stimmte hoffnungsfroh, deutete Tank an.

In den Beziehungen zum FC Lausitz Hoyerswerda sieht der 1919-Vorsitzende keineswegs “neues Gift„. Zuletzt gab es Differenzen wegen Spielerwechseln. Der Neustadt-Verein, der nach Vorstandsproblemen seit Mitte Juni ein neues Präsidium hat, wolle zunächst bis etwa Oktober seine eigenen Dinge ordnen, ehe neue Gespräche über eine Zusammenarbeit mit 1919 folgen könnten, sagte Maik Tank zum Ergebnis eines Gespräches mit FCL-Präsident Hagen Grasemann.Karsten Stroczek, Trainer der 1. Männermannschaft, hofft auf Konkurrenzkampf im Team. Vier Zugänge aus anderen Vereinen, vier aus dem Nachwuchs sowie vier Abgänge - die BezirksligaElf des HSV 1919 geht mit einem veränderten Gesicht in die nächste Serie. “Die Mannschaft ist wesentlich stärker als im Vorjahr„, sagt Trainer Karsten Stroczek. 22 Spieler stehen im Kader. “Der Konkurrenzkampf hilft uns weiter„, sagt der Trainer. Nach Platz 7 im 16er-Feld der letzten Bezirksligasaison ist die Grundlage für einen Platz im ersten Tabellendrittel gelegt. “Wir sollten versuchen, in der Bezirksliga-Spitze zu spielen„, so Stroczek.

Die Mannschaft ist sehr jung, von den Neuzugängen keiner älter als 26 Jahre, dazu kommen die vier A-Junioren. Der eine oder andere Spieler wird auch in der 2. Mannschaft aushelfen, die als Bezirksklasse-Absteiger in der Kreisliga Nord spielt. Trainer Thomas Schultz hofft, dass seine Männer auch den Ehrgeiz haben, sich für die erste Mannschaft zu empfehlen. “Wenn eine starke „Erste“ vorhanden ist, sollte auch ein starkes Hinterland vorhanden sein.„ no

Neu in der 1. Mannschaft: Matthias Mark (25), Stefan Jank (25), Sebastian Lange (26, alle FC Lausitz), Stefan Koark (23, SV Einheit Kamenz), Tino Schapals, Paul Schimkus, Ron Schuster, Franz Häfner (alle aus der A-Jugend).

Abgänge: Mathias Grun (LSV Bluno), Kai Schönwald (Rapid Chemnitz), Erik Goldmann (Budissa Bautzen), René Gerken (arbeitsbedingt).

Für den Bau eines Kunstrasenplatzes am Adler anstelle des Hartplatzes muss sich der HSV 1919 weiter gedulden. Das Vorhaben “liegt auf Eis„, erklärte Vorsitzender Maik Tank. Die 80-prozentige Förderung komme nicht zustande. Nun suche man nach neuen Finanzierungswegen. Ein Gespräch mit Oberbürgermeister Stefan Skora stimmte Tank hoffnungsfroh. Er gab aber auch zu bedenken, dass die Hallensituation in der Stadt kritisch sei. So ist die Turnhalle des Foucault-Gymnasiums nicht mehr für Fußball geeignet. noMit einer eingespielten Mannschaft können die 1919-Frauen in die neue Landesliga-Serie starten. Zunächst spielt die Mannschaft von Trainer Enrico Paula aber am Sonntag im Landespokal (15.30 Uhr) beim Radebeuler BC 08.

Die C-Juniorinnen sind wieder in der Bezirksliga aktiv. “Ziel muss eine zweite Nachwuchsmannschaft sein„, sagt Paula. Er hofft unter anderem auf Zuwachs von Mädchen, deren Brüder bereits in Nachwuchsmannschaften des HSV aktiv sind. In den ersten Jahren können Mädchen und Jungen auch gemeinsam spielen. noDie höchstklassigste Mannschaft im Nachwuchs des Vereins spielt wieder in der Landesliga - die A-Junioren. Das Trainergespann Mario Tröster/Thomas Häfner startet am Sonntag in Großröhrsdorf (Ausscheidungsrunde Landespokal) in die Saison. Das erste Landesliga-Heimspiel steht am 29. August gegen den Vorjahresmeister FSV Zwickau auf dem Programm. Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. “Ich denke, dass die Landesliga für die nächsten Jahre erhalten werden kann„, sagte Tröster. Perspektivisch ist im Verein auch eine weitere Mannschaft als “U-23-Team„ denkbar, hieß es. Der Nachwuchs glänzte zuletzt.

Die B-Junioren, spielten in der Bezirksliga-Spitze. Zur Mannschaft stoßen einige ehemalige C-Junioren, die im Frühjahr Bezirksmeister wurden. Bei den C-Junioren wurde auf den Landesliga-Aufstieg verzichtet, da zu viele Leistungsträger die Altersklasse wechseln. Die D- und E-Junioren sind gleich mit drei Mannschaften im Spielbetrieb.