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Den Frauen der Astronomie ein kleines Denkmal gesetzt

Den Frauen der Astronomie widmete sich Peter Lindner (l.)
Den Frauen der Astronomie widmete sich Peter Lindner (l.) FOTO: mdr1
Hoyerswerda. Den Frauen in der Astronomie hat sich der astronomische Verein am Vorabend des Internationalen Frauentages gewidmet. Rund ein Dutzend Hoyerswerdaerinnen nutzten den freien Eintritt in eine vernachlässigte Forscherinnenwelt. mdr1

Es brauchte schon einiges an Recherchearbeit und die Suche in den staubigen Enzyklopädien der Astronomie, um den wichtigen Sternenforscherinnen auf die Spur zu kommen, gestand Referent Peter Lindner.

Eine der ersten historisch überlieferten Astronominnen sei Hypatia von Alexandria (355 - 415). Sophia Brahe (1556 - 1643) erarbeitete einen Fixsternkatalog. Elisabetha Koopmann Hevelius (1647 - 1693) sei ein Katalog der Himmelspositionen veränderlicher Objekte zu verdanken. Sie war die erste Frau, deren Leistungen von der Astronomie anerkannt wurden. Der nach Gabrielle Renandok Flammarion benannte Krater auf dem Mars belegen den Stellenwert der Generalsekretärin der Astronomischen Gesellschaft Frankreich in der Marsforschung zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Henriette Leavitt (1868 - 1921) gab ihren Namen für einen Mondkrater her.

Mit der Russin Walentina Tereschkowa habe 1963 die weibliche Eroberung des Alls begonnen. Weniger bekannt seien die Verdienste von Swetlana Sawizkaja, die 1982 den ersten Weltraumausstieg einer Astronautin wagte, der gebürtigen Vietnamesin Jane Luu, die 1992 das erste Objekt im Kuipergürtel entdeckte und der Amerikanerin Vera Cooper Rubin, die ihre Neugier der Schwarzen Materie widmet. Die wissenschaftliche Leistung der 1928 geborenen Rubin habe vielleicht sogar einen Nobelpreis verdient, so Lindner.