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Hoyerswerda
Das Weihnachtsmärchen sorgt für 3000-fache Freude

In der Hofküche ist etwas los: Schließlich steht ein großes Fest ins Haus.
In der Hofküche ist etwas los: Schließlich steht ein großes Fest ins Haus. FOTO: Herzger Ulrike
Hoyerswerda . Jahr für Jahr ist das Weihnachtsmärchen in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle etwas Besonderes. Die Kinder von einst gehen inzwischen mit den eigenen Kindern dorthin. Die Laienspielgruppe und die Ballettgruppen der Lausitzhalle führen in diesem Jahr „König Drosselbart“ auf. Alle vier Vorstellungen sind ausverkauft. Von Ulrike Herzger

Die Spannung steigt, Sonntag ist Heilig Abend. Und wie in den vorangegangenen Jahren sorgt auch in diesem Jahr wieder ein in der Lausitzhalle inszeniertes Märchenspiel für familiäre Vorfreude und erleichtert vor allem den Jüngsten das Warten auf den Weihnachtsmann.
Das ist zumindest das Anliegen der kleinen Laienspielgruppe, die diese Tradition der weihnachtlichen Märchenaufführungen in Eigenproduktion nun schon im 27.Jahr aufrecht erhält.

Ihren dabei nie müde werdenden Spielenthusiasmus schöpfen sie aus der anhaltenden Begeisterung des kleinen wie großen Publikums, erzählen die Beteiligten. „Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, dass durch die insgesamt vier Vorstellungen an den zwei Tagen, privat eigentlich kaum noch etwas geregelt werden kann, was mit dem Fest zusammenhängt. Und auch unsere Familien beweisen jedes Mal Herz, wenn man dann meist erst gegen 20 Uhr zu Hause ist“, so das einstimmige Resümee aller Akteure. Zwar seien sie nach der vierten Veranstaltung ziemlich geschafft, aber vor allem glücklich, mehr als 3000 Besuchern Freude bereitet zu haben.

Ähnlich schaut es auch bei den Mädchen der Ballettgruppen der Lausitzhalle aus, die mit ihrem Erscheinen dem Märchen seit vielen Jahren etwas Besonderes geben. Mit zwei, drei Tänzen sind sie dabei. Welche Gruppe der Mädchen auftritt, entscheidet die Musik „aus der Feder“ von Komponist Torsten Hauser, wonach Tanzpädagogin Sylvana Otto-Schilka die Choreografie erstellt.

Die Wahl fiel dieses Jahr auf das Grimmsche Märchen „König Drosselbart“. Zwar ging dieses Stück vor elf Jahren schon einmal über die Bühne „aber wir haben es völlig neu inszeniert“, sagt Karen Lukschanderl. Sie muss nicht nur als künstlerische Leiterin ein Auge auf den Gesamtablauf haben, sondern spielt auch selbst mit. Ihre langjährige Erfahrung – wie Torsten Hauser, quasi ebenfalls Urgestein der Laienspielgruppe – ist dafür eine ebenso optimale Basis wie das inzwischen eingespielte Team. Elf sind sie diesmal, sowie die sechs jungen Mädels vom Showballett. „Wir haben beispielsweise neu gestaltete Bühnenbilder, wobei uns wie immer die Drehbühne lange Umbaupausen erspart. Für fröhliche Auflockerung sorgen die eingespielten Videosequenzen. Die Musik ist neu und dadurch auch die Choreografie fürs Ballett. Dabei werden die Mädchen nicht nur tänzerisch gefordert, sondern müssen auch schauspielern und sprechen“, ergänzt Karen Lukschanderl, die als Chefkoch der Hofküche den Köchinnen Beine macht.

„Wir hoffen und wünschen uns sehr, dass auch unsere diesjährige Aufführung wieder gut bei Klein und Groß ankommt“, sagt Karen Lukschanderl. Zumindest der Vorverkauf lässt darauf schließen: Alle Vorstellungen sind ausverkauft.