Regisseur Wolfgang Becker holt mit seinem Film „Good bye, Lenin!“ die Vergangenheit zurück und Menschen ins Kino, die sonst einen großen Bogen um Blockbuster machen. Becker schafft, was in Hoyerswerda bisher nur der „Live-Kultur“ vorbehalten war. Er bringt die Leute im fast ausverkauften Kinosaal zum Lachen, reizt zum Szenenapplaus - und lässt einige verschämt ins Taschentuch weinen. Die Hommage an Tempo-Erbsen, Muschel-Haar-Gummis und Sprelacart-Schrankwände versetzt die Hoyerswerdaer in Erinnerungstaumel. Es ist, als ob die DDR ein zweites Mal stirbt. „Das war's“ , murmelt ein Mittsechziger neben mir, als der Abspann läuft, und wischt sich Tränen aus den Augen - aufstehen kann er erst, als die Leinwand schon längst schwarz ist.