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Lausitzer Seenland
Das Seenland wächst gen Norden

Drei Gästeführerinnen für das Lausitzer Seenland (v.l.): Christine Treuger ist in Senftenberg unterwegs, Martina Kunde führt durch Hoyerswerda und Ute Grieger informiert über die Senftenberger Region.
Drei Gästeführerinnen für das Lausitzer Seenland (v.l.): Christine Treuger ist in Senftenberg unterwegs, Martina Kunde führt durch Hoyerswerda und Ute Grieger informiert über die Senftenberger Region. FOTO: Anja Hummel / LR
Hoyerswerda. Am ersten Tourismustag für das Lausitzer Seenland hat es eine „Vermählung“ gegeben. Von Anja Hummel

Ein kräftiges „Willkommen an Bord“ schallt durch den Raum im Hoyerswerdaer Zuse-Computer-Museum. Während Kathrin Winkler das sagt, hält sie ein verführerisches Schoko-Segelboot in ihrer linken Hand. Die andere reckt die Chefin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland mit freudestrahlendem Gesicht einem Mann entgegen. Der Willkommensgruß gilt weniger ihm als Person, sondern vielmehr einer gesamten Region: der Niederlausitz. Denn die wird sich künftig touristisch mit dem Lausitzer Seenland vermählen.

Das bedeutet: Aus zwei Tourismusverbänden wird die Tourismusregion Lausitzer Seenland. Die umfasst dann das Gebiet vom Bärwalder See im Süden über Hoyerswerda bis nach Lauchhammer, Großräschen, Altdöbern und Spremberg bis in die Lausitz im „hohen Norden“ rund um Forst und Guben. Die Region im Spree-Neiße-Kreis lag bisher in den Händen des Tourismusverbandes Niederlausitz. Der Vorsitzende Olaf Lalk nahm das symbolische Schoko-Boot entgegen. „Lasst uns immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel haben“, wünschte er sich vor gut einhundert Gästen aus der Lausitzer Tourismusbranche.

Die Fusion der beiden Seenland-Regionen war einer der Höhepunkte am ersten Tourismustag des Lausitzer Seenlandes. Das Novum: Das Treffen ist nicht nur eine pure Informationsveranstaltung. Die Teilnehmer – vom Wirt über den Koch bis hin zum Vereinsmitglied – können ihre Erfahrungen in Workshops selber einbringen, Kontakte knüpfen, aber natürlich auch zahlreiche Tipps mit nach Hause nehmen. Im Fokus dabei standen vor allem die Hauptzielgruppen: Familien und tschechische Gäste. Denn die Statistik zeigt nicht nur, dass sich die Urlauberzahl 2017 mit knapp 205 000 Gästeankünften im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht hat. Auch zwölf Prozent mehr tschechische Urlauber besuchten das Lausitzer Seenland im vergangenen Jahr.

Das hat auch Christine Treuger bemerkt. Die Gästeführerin aus Senftenberg weiß: „Wir müssen an der Mehrsprachigkeit arbeiten.“ Englisch und Tschechisch gehören zum touristischen Service einfach  dazu. So plant der Verband auch mehr Infomaterial in tschechischer Sprache. Mit der Kompletterneuerung des Internetauftrittes im Mai soll das berücksichtigt werden. Außerdem wird es einen Ausbau des Online-Buchungssystems geben. „Wir werden einen gemeinsamen Online-Auftritt mit der Niederlausitz entwickeln“, kündigt Kathrin Winkler an. Unterkünfte und Freizeitangebote der gesamten Region können dann online gebucht werden. Durch die Fusion mit dem Niederlausitzer Tourismusverband gibt es nun aber auch mehr Arbeit, wie Kathrin Winkler sagt. „Eine große neue Aufgabe wird der Oder-Neiße-Radweg sein“, sagt die Verbandschefin. Einsparungen wird es nicht geben. „Wir übernehmen eine Mitarbeiterin vom Niederlausitzer Verband, eine weitere Stelle ist ausgeschrieben“, kündigt Winkler an. Demnächst möchte der Verband auch im Social Media-Bereich aufholen, um die Werbung für die Region noch weiter nach außen zu tragen. Doch nicht nur online, auch Print bleibt Thema: Frisch gedruckt sticht es hervor, zwischen all den Flyern und Prospekten: das neue Seenland Magazin. 180 000 Exemplare mit dem Slogan „Hier taucht Glück auf“ werden unter die Leute gebracht. Ganz frisch im Blatt und „mit an Bord“: die Niederlausitz.

„Willkommen an Bord“ sagt Katrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland, zu Olaf Lalk, Baudezernent Landkreis Spree-Neiße. Der Grund: Die Tourismusverbände Lausitzer Seenland und Niederlausitz werden künftig gemeinsam als Tourismusregion Lausitzer Seenland auftreten. Damit sind auch die Regionen um Guben und Forst mit an Bord.
„Willkommen an Bord“ sagt Katrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland, zu Olaf Lalk, Baudezernent Landkreis Spree-Neiße. Der Grund: Die Tourismusverbände Lausitzer Seenland und Niederlausitz werden künftig gemeinsam als Tourismusregion Lausitzer Seenland auftreten. Damit sind auch die Regionen um Guben und Forst mit an Bord. FOTO: Anja Hummel / LR