ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:41 Uhr

Lauta
Das Rote Kreuz will konstruktive Lösung

Das frühere Kinderwochenheim in Lauta steht zum Verkauf. Drei Interessenten gibt es – aber noch keine Entscheidung des Stadtrats.
Das frühere Kinderwochenheim in Lauta steht zum Verkauf. Drei Interessenten gibt es – aber noch keine Entscheidung des Stadtrats. FOTO: Anja Guhlan
Lauta. Im Streit um das alte Lautaer Kinderwochenheim sollen sich erst die Gemüter beruhigen. Von Anja Guhlan

„Keinerlei Stellungnahme“, lautet es zunächst kurz und knapp am Telefonhörer. Nach einigen Nachfragen der RUNDSCHAU sagt Peter Mark als Geschäftsführer des Kreisverbandes Bautzen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) doch etwas: „Das DRK Bautzen ist an einer konstruktiven Lösung im Sinne der Notwendigkeit der Angebote interessiert.“ Die Frage lautet weiterhin: An wen verkauft die Stadt Lauta das alte Kinderwochenheim und was passiert dann mit dem DRK-Ortsverband und der Tafel, der Blutspende sowie der Kleiderkammer, die dort jetzt untergebracht sind.

Im nächsten Jahr hofft das DRK, konstruktiv an die Lösung herangehen zu können. Der Wille ist bei DRK-Geschäftsführer Peter Mark zu spüren. Doch über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel sollen sich alle Gemüter beruhigen.

Peter Mark kann die Reaktion der Stadtverwaltung im Nachgang nachvollziehen. Er habe die jetzige Situation erst aus den Medien rekonstruieren können. „Die Situation sollte jetzt gemeinschaftlich in Angriff genommen werden“, sagt er.

DRK-Ortschef Dietmar Lehmann hatte während der jüngsten Sitzungen des Stadtrats ungestüm reagiert. Er drohte der Stadt Lauta im November öffentlich mit Auflösung des Ortsverbandes. Der Bürgermeister und die Stadträte reagierten daraufhin mit der deutlichen Aussage, einen zweiten sozialen Anbieter anzuhören und beiden Anbietern im neuen Jahr die Möglichkeit zu geben, ihre Konzepte vorzustellen.

Peter Mark beschreibt den Vorsitzenden des Lautaer Ortsverbandes Dietmar Lehmann als Persönlichkeit, der sich über Jahre hinweg für die Errungenschaften des Lautaer Ortsverbandes einsetzt, der sich auch nicht scheut vor sozialen Arbeiten. Und dem es ihm immer wieder gelingt, sich selbst aktiv in die Ausgestaltung der Angebote einzubringen. Noch im Jahr 2015,  beim zehnjährigen Bestehen der Tafel in Lauta, hat der Landesverband der Tafeln Dietmar Lehmann eine besondere Anerkennung ausgesprochen.