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| 21:13 Uhr

Bernsdorf
Das „letzte Problem“ der Seenlandbahn

Nächster Halt Bernsdorf? Bürgermeister Harry Habel hat die Seenlandbahn einst ins Rollen gebracht.
Nächster Halt Bernsdorf? Bürgermeister Harry Habel hat die Seenlandbahn einst ins Rollen gebracht. FOTO: Sophie Bartholome
Bernsdorf. Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel glaubt fest daran, dass die kleine Touristen-Bahn zwischen Dresden und dem Seenland ab Juli rollt. Von Anja Hummel

Ab Anfang Juli soll sie wieder rollen.Und zwar samstags und sonntags. „Morgens hin, abends wieder zurück“, sagt Harry Habel. Bernsdorfs Bürgermeister bleibt optimistisch: „Die Bahn soll rollen.“ Gemeint ist die Seenlandbahn, die von Dresden über Kamenz bis ins Lausitzer Seenland die Großstädter mit der Natur verbinden soll. Zwei Haltestellen, nämlich die in Bernsdorf und Wiednitz, liegen Harry Habel besonders am Herzen. Doch endgültig sagen, dass die Bahn ab den Sommerferien fährt, kann er noch nicht. „Die beiden Bahnsteige in Bernsdorf und Wiednitz müssen noch für die öffentliche Nutzung freigegeben werden“, so Habel. Das könne allerdings nur ein Eisenbahn­infrastrukturunternehmen machen. „Aber das Landratsamt und der Verkehrsverbund Oberelbe sind dabei, das letzte Problem zu klären.“ Der Verkehrsverbund sei für die Klärung solcher Fragen zuständig. Bis zum Start der Sommerferien soll die Lösung da sein. „Wir müssen die Infrastruktur weiterentwickeln, da gehört die Bahn dazu“, sagte Habel bereits Anfang Januar. Es sollte wenigstens der Versuch unternommen werden. „Dann wird man sehen, ob das Interesse da ist.“ Auf seine Initiative hin war diese Touristenbahn bereits vor vier Jahren aus der Taufe gehoben worden. Mit Hilfe von Sponsorengeldern und Förderzuschüssen gelang es, von 2014 an jeden Sommer drei oder vier Fahrten aus der Landeshauptstadt ins Seenland zu organisieren - mit teils guter Auslastung. In der Saison 2016 waren von 210 möglichen Plätzen auf insgesamt drei angebotenen Fahrten 180 Plätze verkauft. Das Touristenpaket - Bahnfahrt mit Erlebnissen im Seenland - war jedoch eine recht hochpreisige Sache. Laut Habel werde die reine Fahrt ab dem Sommer zum normalen S-Bahn-Tarif angeboten.