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| 18:44 Uhr

Das Lausitzer Seenland Klinikum baut sein Angebot konsequent aus

FOTO: LR
Hoyerswerda. Das Lausitzer Seenland Klinikum wird das Fachgebiet Neurologie neu aufbauen und eine Palliativstation mit sechs Betten errichten. Dieses Ziel bekräftigte Geschäftsführer Andreas Grahlemann beim Neujahrsempfang des Klinikums. red/js

Die Neurologie integriere sich hervorragend in das bestehende Angebot des Klinikums und ergänze die anderen Fachbereiche wie Geriatrie, Stroke Unit oder Orthopädie. "Wir können unser Angebot in der Notfallversorgung weiter ausbauen und die Patienten optimal behandeln", so Grahlemann. Typische neurologische Erkrankungen sind Alzheimer, Parkinson, Epilepsien, Multiple Sklerose oder Migräne.

Das Durchschnittsalter der Patienten lag im Jahr 2013 bei knapp 60 Jahren, wobei bereits fast ein Drittel der Patienten über 75 Jahre alt waren. "In den kommenden Jahren wird das Durchschnittsalter unserer Patienten weiter steigern. Auf diese Entwicklung bereiten wir uns schon seit mehreren Jahren vor und der Aufbau der akutgeriatrischen Tagesklinik mit zwölf Plätzen ist daher sehr sinnvoll", so Grahlemann. "In diesem Kontext sehen wir auch die Errichtung einer Palliativstation mit sechs Betten vor." Für Patienten, die unter einer nicht mehr heilbaren, fortgeschrittenen Erkrankung leiden, erfolge die Behandlung der Symptome unter der Maßgabe, die Lebensqualität zu verbessern. Palliativstationen sind darauf spezialisiert, solche Patienten interdisziplinär unter stationären Bedingungen zu behandeln. Besonders stolz sei man im Klinikum, dass weiterhin 75 Ausbildungsplätze angeboten würden und so in jedem Lehrjahr 25 Plätze für Gesundheits- und Krankenpfleger zur Verfügung stehen, ergänzt Grahlemann.

Das Klinikum wurde als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung im Krankenhausplan des Landes für die Jahre 2014/2015 mit 440 Betten und zwölf tagesklinischen Plätze in der Altersmedizin aufgenommen (die RUNDSCHAU berichtete). Das Fachgebiet Neurologie wird neu aufgebaut und eine Palliativstation mit sechs Betten errichtet. Der Plan gilt als wichtigstes Planungsinstrument der Krankenhäuser und wird in der Regel alle zwei Jahre überarbeitet.

Im vergangenen Jahr hat das Klinikum 22 000 Patienten stationär und 42 000 ambulant behandelt. Durchschnittlich fünfeinhalb Tage blieben Patienten im Klinikum. 9000 Operationen wurden vorgenommen und 570 Kinder geboren, darunter zehn Mal Zwillinge.

Zum Thema:
Für interessierte Bürger bietet das Lausitzer Seenland Klinikum spezielle Informationsveranstaltungen an im Klinikum selbst oder aber auch im Forrellzentrum Wittichenau (Kolpingplatz 8): Mittwoch, 12. März, 17 bis 19 Uhr, Bürgerveranstaltung "Diabetes", Forellzentrum, Wittichenau. Sonntag, 23. März, 10 bis 12 Uhr, Sonntagsvorlesung "Darmerkrankungen", Konferenzraum Lausitzer Seenland Klinikum. Mittwoch, 2. April, 17 bis 19 Uhr, Bürgerveranstaltung "Herz", Forellzentrum, Wittichenau. Sonntag, 13. April, 10 bis 12 Uhr, Sonntagsvorlesung "Gefäßerkrankungen", Konferenzraum Lausitzer Seenland Klinikum. Sonntag, 11. Mai, 10 bis 12 Uhr, Sonntagsvorlesung, "Knie", Konferenzraum Lausitzer Seenland Klinikum. Mittwoch, 14. Mai, 17 bis 19 Uhr, "Darmerkrankungen", Forellzentrum, Wittichenau. Mittwoch, 21. Mai, 15 bis 17 Uhr, "Palliativmedizin" - Was kann und bedeutet Medizin am Ende des Lebens?, Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek.