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| 02:42 Uhr

Das Lausitzer Seenland als Angelreich

Angler Detlef Krämer aus Hoyerswerda an seinem Kajak.
Angler Detlef Krämer aus Hoyerswerda an seinem Kajak. FOTO: dcz1
Hoyerswerda. Detlef Krämer aus Hoyerswerda angelt seit dem Jahr 1982, zuerst in der Ortsgruppe Haidemühl des Deutschen Angelverbandes, jetzt in der Ortsgruppe Michalken des Landesverbandes Sächsischer Angler (LVSA), der zum Deutschen Angelfischerverband gehört. Als Jugendlicher war Krämer bei der freiwilligen Feuerwehr und ließ sich dort zum Rettungsschwimmer ausbilden. Katrin Demczenko/dcz1

Aufgrund einer Erkrankung konnte er diese Kenntnisse nicht lange anwenden. Eine ruhige Betätigung und im Zusammenhang mit Wasser war sein Bestreben. Über einen Freund kam er dann zum Angeln.

Gern sitzt Krämer in seinem kleinen Kajak, im Ruderboot oder am Ufer, beobachtet die Angelrute, die Wasseroberfläche und die Natur.

Die Gedanken können während dieser Zeit des Wartens ruhig schweifen, denn anderes sei sowieso nicht zu tun, sagt der 55-Jährige. Wenn aber ein Fisch anbeißt, beginnt der spannende Kampf mit dem Tier, das sich je nach Größe mehr oder weniger stark wehrt. "Vor allem Hechte machen richtig Ballett und lassen sich nicht so leicht aus dem Wasser ziehen", berichtet er.

Er fängt im Dreiweiberner See, im Stausee Spremberg oder in den Wittichenauer Teichen gern Aal und Zander, oft mit Spinnangel mit Fischimitation als Köder. Manchmal zieht Krämer auch mit Würmern los, um Friedfische wie Plötzen und Karpfen an Land zu holen.

Die Spree war lange sein Lieblingsgewässer, seit der Verockerung aber nicht mehr. Meist angelt er allein im Lausitzer Seenland, ab und zu ist er mit alten Freunden aus Haidemühl oder der Ortsgruppe Michalken unterwegs. Die Angler aus Michalken kümmern sich seit Jahren um den Erhalt des Großen Ziegeleiteiches in Bröthen als Angelgewässer. Dazu gehören das Entfernen von Algenbewuchs, das Säubern des Ufers und der regelmäßige Neubesatz mit Fischen. Trotz der Bemühungen der LVSA-Gruppen im Seenland hat der Fischreichtum abgenommen, schätzt Krämer ein.

Er betreibt sein Hobby auch an der Ostsee und in Süd- sowie Mittelnorwegen, wohin er jedes Jahr mit Freunden fährt. Am Meer kann er vom Ufer aus das Brandungsangeln betreiben. Von größeren Motorbooten aus, die der Sportbootführerscheinbesitzer selbst steuert, stellen die Hobbyangler gern mit ihren Ruten dem Dorsch oder dem Heilbutt nach. Bei stärkerem Wind und Seegang zu fischen sei ein besonderes Angel- und Naturerlebnis, das ihm das Lausitzer Seenland nicht bieten kann, so Detlef Krämer. Dazu käme die Landschaft in Norwegen, die er liebt, und die ruhige, ihm angenehme Art der Menschen.