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| 01:04 Uhr

„Das Bett ist ja warm“

Hoyerswerda.. Das war eine echte Freude für Leiterin Gudrun Waldherr und ihre Stellvertreterin Mareike Büchting: Zahlreiche Besucher kamen zum Tag der offenen Tür ins „Helen-Keller-Haus“ der Stiftung des Diakonie-Sozialwerks Lausitz. Ulrike Herzger

Viele wollten wissen, wie das 2002 eröffnete Haus am Mittelweg von innen aussieht. Alles im Gebäude ist auf Menschen mit Behinderungen ausgerichtet. Die Räume sind ebenerdig angelegt, breite Flure, viele Einzelzimmer, große Fenster, die Licht und Sonne ins Haus lassen.
„Jeder, der bei uns lebt, hat unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen vertrauten Partner“ , erfährt man bei den Rundgängen durchs Haus, die vor allem diverse Einblicke in die Therapiemöglichkeiten und -räume gaben. Und so lernten die Besucher unter anderem das Wasser- und Klangbett kennen. „Das Bett ist ja warm“ , stellte die 82-jährige Martha Bartusch erstaunt fest, als sie ihre Hand auf die nachgebende Fläche gedrückt hatte. „Es wird ja auch beheizt“ , erläuterte Anne Czekalla. Die 20-Jährige lässt sich zur Ergotherapeutin ausbilden. Außerdem hatten die Gäste Einblick in den Musikraum mit verschiedenen Instrumenten, den Bewegungsraum und das „Kugelbad“ . Einige Geräte konnten die Besucher sogar selbst ausprobieren. Neugierig darauf war beispielsweise Riccardo Lucia. Gemeinsam mit seiner Frau Kerstin und Sohn Adrian (9) war er zum Tag der offenen Tür ins Helen-Keller-Haus gekommen. Denn dort absolviert sein ältester Sohn Marcel (16) sein freiwilliges soziales Jahr.
So wie diese Familie, sind es noch viele, die an diesem Nachmittag persönliche Eindrücke mit nach Hause nehmen. Besonders angenehm empfanden viele Gäste und Besucher, dass zahlreiche Fragen in Gesprächen geklärt werden konnten. Viele waren der Leiterin Gudrun Waldherr außerdem dafür dankbar, als sie ihnen in der Kaffeerunde Näheres zu Helen Keller, der Namensgeberin der Einrichtung, erzählte.