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Sturmschäden in Wäldern
Das Beseitigen der Sturmschäden im Wald ist etwas für Profis

Von Friederike umgeworfene Kiefern am Leichenweg Crosta - Kauppa im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.
Von Friederike umgeworfene Kiefern am Leichenweg Crosta - Kauppa im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. FOTO: Bodo Hering
Görlitz/Bautzen. Biosphärenreservat in der Oberlausitz und Forstämter laden für den 1. Februar 2018 zu einer Info-Veranstaltung für private Waldbesitzer ein.

Von den Sturmtiefs Herwart im vergangenen Oktober und nun Friedrike ist im Zuständigkeitsbereich des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft vor allem der Privatwald betroffen. Darüber informiert der Staatsbetrieb Sachsenforst. Insbesondere in den Forstrevieren Milkel und Hermsdorf haben die orkanartigen Böen große Schäden hinterlassen. „Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder gebrochen,“ berichten die Revierleiter Holm Berger und Kathrin Riemer. Nach ersten Schätzungen  summiert sich die Schadholzmenge auf 15 000 bis 20 000 Festmeter.

Nun hat das Beseitigen der Sturmschäden begonnen. Zuerst geht es darum, die öffentlichen Wege und Straßen wieder freizuschneiden. Die Aufarbeitung des Sturmholzes ist überaus gefährlich. Entwurzelte Bäume können um-, angebrochene Äste herabfallen. Gebrochene oder geworfene Bäumen können unter enormer Spannung stehen. „Die Aufbereitung des Holzes ist etwas für Profis. Außerdem gibt es genügend Zeit zur Aufbereitung. Erst im Frühjahr können Waldschutzprobleme entstehen“ stellt Revierleiter Holm Berger klar.

Private und körperschaftliche Waldbesitzer sind dazu aufgerufen, sich über Arbeitssicherheit, den Einsatz geeigneter Forstmaschinen sowie über die Beseitigung von Gefahrenquellen bei den Revierleitern der Biosphärenreservatsverwaltung zu informieren. Diese helfen auch bei der Aufsuche von Besitzergrenzen in Sturmholzflächen und bei Fragen rund um den Verkauf von Sturmholz.

Am Donnerstag, 1. Februar, führt die Biosphärenreservatsverwaltung gemeinsam mit den Kreisforstämtern Bautzen und Görlitz eine Infoveranstaltung für betroffene Waldbesitzer im Haus der Tausend Teiche in Wartha durch. Beginn ist um 19 Uhr.

Wie der Staatsbetrieb weiter informiert, muss im Biosphärenreservat trotz der großen Schäden kein Wald gesperrt werden. Für die eigene Sicherheit und um die Aufräumarbeiten nicht zu behindern, werden die Bürger aufgerufen, Waldbesuche in diesen Tagen zu vermeiden.

Weitere Informationen oder die Kontaktdaten der Ansprechpartner können beim Kreisforstamt in Bautzen beziehungsweise Görlitz oder im Internet unter: www.biosphärenreservat-oberlausitz.de eingeholt werden.

(red/dh)