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Das Abenteuer eines Syrers in Finnland

FOTO: Malla Hukkanen/Pandorafilm/dpa
Hoyerswerda. Im BlowUp-Kino der Kulturfabrik Hoyerswerda ist am morgigen Dienstag um 17 Uhr das Flüchtlingsmelodram "Die andere Seite der Hoffnung" zu sehen. Bei der Berlinale im Februar wurde der Film des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki in der Kategorie "Beste Regie" mit dem Silbernen Bär ausgezeichnet. Jens Dettlaff

Im Film - erzählt mit entwaffnender Tragik und bösem Witz - gelangt der junge Syrer Khaled als blinder Passagier nach Helsinki. Dort will er Asyl beantragen, ohne große Erwartungen an seine Zukunft. Wikström ist ein fliegender Händler für Männerhemden und Krawatten. In der Mitte des Lebens angekommen, verlässt er seine Frau, gibt seinen Job auf und profiliert sich kurzfristig als Poker-Spieler. Von dem wenigen Geld, das er dabei gewinnt, kauft er ein heruntergewirtschaftetes Restaurant in einer abgelegenen Gasse von Helsinki.

Als die finnischen Behörden entscheiden, Khaled in die Ruinen von Aleppo zurückzuschicken, beschließt der, illegal im Land zu bleiben. Wikström findet ihn schlafend vor seinem Restaurant. Vielleicht sieht er etwas von sich selbst in diesem ramponierten, angeschlagenen Mann. Jedenfalls stellt er Khaled als Putzkraft und Tellerwäscher an.

Für einen Moment zeigt uns das Leben seine sonnigere Seite, aber schon bald greift das Schicksal ein. Der Ausgang des Films bleibt offen, er führt entweder in ein respektables Leben oder auf den Friedhof. Für in die Enge Getriebene bietet beides Vorzüge.