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| 02:46 Uhr

Damit Geschichte nicht verlorengeht

Waltraud Mitzschke, Manfred Petzschke, Jana Albrecht und Marlies Friedrich (v.l.n.r.) von der AG Stadtgeschichte arbeiten an Teil drei der "visuellen Bernsdorfer Stadtrundgänge".
Waltraud Mitzschke, Manfred Petzschke, Jana Albrecht und Marlies Friedrich (v.l.n.r.) von der AG Stadtgeschichte arbeiten an Teil drei der "visuellen Bernsdorfer Stadtrundgänge". FOTO: hir1
Bernsdorf. Der heutige Samstag ist der Tag der Archive. Die AG Stadtgeschichte Bernsdorf sieht den als Wertschätzung für die viele Arbeit der Archivare. Derzeit wird der nächste "visuelle Stadtrundgang" vorbereitet. Heinz Hirschfeld / hir1

Die Arbeitsgemeinschaft Stadtgeschichte Bernsdorf sieht den heutigen Tag der Archive als Wertschätzung der Arbeit aller hauptamtlichen und ehrenamtlichen Archivare, da es in ihrer Arbeit darum gehe, das Vergangene und Aktuelle in der Zeit einer rasanten Informationsflut zu bewahren und dokumentarisch zu erhalten. Deshalb hat bereits im Jahr 2010 die AG Stadtgeschichte Bernsdorf damit begonnen, auf Initiative ihres damaligen Vorsitzenden Bernd Krause, ein Archiv aufzubauen. Dank gilt dabei vielen Einwohnern von Bernsdorf und in den Ortsteilen, aber auch den AG-Mitgliedern, die aus ihrem persönlichen Fundus historische Schriftstücke, Dokumente, Fotos und Aufzeichnungen dem Archiv zur Verfügung gestellt haben. Vieles davon konnte zum "Tag des offenen Archivs" im Jahr 2012, im Zollhaus aufgearbeitet besichtigt werden. Zurzeit befinden sich sowohl über 8000 Fotos im konventionellen Papierformat, als auch auf 9000 Datenträgern und Videos im Archiv. Archiviert wird zu 21 unterschiedlichen Themen. So sind allein zu den Gebieten Handwerk und Gewerbe, Sport und Vereine, über 3000 Dokumente und Urkunden im Bestand. Besonders wertvolle Filmaufnahmen von den Holzbauwerken 1937/38 und den Karnevalsauftritten der 50-er und 60-er Jahre werden wie ein Schatz gehütet.

Riesige Datenmenge

Aufgrund der riesigen Datenmengen orientiert sich die AG Stadtgeschichte auf Fotos, Dokumente und andere Belege. Damit grenzt sie sich von musealen Aufgaben aus Kapazitätsgründen ab. Vieles davon wurde und wird in den bisher stark besuchten sogenannten "visuellen Stadtrundgängen" gezeigt. "In der AG Stadtgeschichte sind wir gerade dabei, den nächsten ‚visuellen Stadtrundgang' am 14. März, im Vereinshaus Grüner Wald vorzubereiten", berichtet Konstanze Höhne, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft.

Die Qualität des Stadtarchivs ist - neben der ehrenamtlichen Arbeit der AG-Mitglieder - von der Überlassung und Leihgabe der Bürger abhängig. Jedes verloren gegangene Dokument ist ein Verlust für die Nachwelt - so das Motto der AG.