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Ersatzteillager für Autobauer als Netzspeicher
Daimler bringt Batterien aus Kamenz ans Netz

Ein Großspeicher aus elektroautomobilen Batteriesystemen der Mercedes-Benz Energy GmbH.
Ein Großspeicher aus elektroautomobilen Batteriesystemen der Mercedes-Benz Energy GmbH. FOTO: Daimler AG - Global Communicatio / Daimler AG
Kamenz. Daimler gibt Gas beim Bateriebau für die deutsche Autowirtschaft. Das Werk in Kamenz dient dabei nicht nur als Werkstatt sondern zugleich als Stromspeicher für den deutschen Energiemarkt.

Wie das Unternehmen am Montag berichtete, ist es gelungen „einen der größten Batteriespeicher Europas in Betrieb“ zu nehmen. Dazu wurden die im produzierten und im Lager befindlichen Autobatterien miteinander verbunden und zu einem Stromspeicher zusammengeschlossen. „Der innovative Speicher erfüllt einen besonderen Zweck: Er ist ein lebendes Ersatzteillager für elektromobile Batteriesysteme“, heißt es in einer Pressemitteilung. 1800 von insgesamt 3240 der für die elektrische Fahrzeugflotte des Unternehmens vorgehaltenen Batteriemodule wurden zu einem Stationärspeicher gebündelt. „Die Anlage stellt damit dem Strommarkt heute schon eine Leistung von fünf Megawatt zur Verfügung“. Die Fertigstellung der Gesamtanlage mit einer Speicherkapazität von insgesamt 17,4 MWh sei für das erste Quartal 2018 geplant.

Die für den Einsatz in E-Autos vorgesehenen Lithium-Ionen-Batterien erbringen vor ihrem Einsatz in Elektrofahrzeugen der Daimler AG eine Systemdienstleistung auf dem deutschen Markt für Primärregelleistung. „Lebende Lagerung“ nennt Daimler das.

(bob)