Der Corona-Virus ist in der Lausitz zurzeit das beherrschende Thema. Auch bei der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH) hat das Thema einen hohen Stellenwert. Denn: Jederzeit könnte ein infizierter Fahrgast in einen der Hoyerswerdaer Stadtlinienbusse steigen. Deshalb schmiedet die Geschäftsführung unter Leitung des neuen Chefs Stefan Löwe bereits einen Plan. „Auf jeden Fall müssen wir unsere Fahrer schützen“, sagt Löwe gegenüber der RUNDSCHAU. Die VGH sei mittendrin, sich Maßnahmen zu überlegen, um den Fahrbetrieb so sicher wie möglich zu machen. Damit will die Verkehrsgesellschaft vermutlich in der kommenden Woche an die Öffentlichkeit gehen. Das Unternehmen halte sich zudem streng an die Hygienehinweise des Robert-Koch-Institutes.

„Das Ziel ist, weiterhin einen zuverlässigen Busverkehr in Hoyerswerda anzubieten“, sagt Stefan Löwe. Das gelte auch für den Fall, dass der eine oder andere Fahrer krankheitsbedingt ausfällt. Bis jetzt hat es die VGH laut Löwe noch nicht getroffen. Die Verkehrsgesellschaft geht auch Varianten durch, im Corona-Ernstfall nicht mehr alle sechs Stadtbus-Linien zu bedienen. Einen beschlossenen Plan dazu gebe es jedoch noch nicht.

Die Berliner BVG hat bereits entschieden, Fahrgäste nur noch durch die hinteren Türen ein- und aussteigen zu lassen, um Fahrer möglichst wenig Kontakt auszusetzen. Das gehe in Hoyerswerda nicht, so Löwe weiter. In den Hoyerswerdaer VGH-Bussen müssten Kunden vorne beim Fahrer zahlen.