Die Situation im vom Coronavirus besonders betroffenen Haus Rosengarten in Hoyerswerda entspannt sich: „Wir freuen uns sehr und sind unglaublich erleichtert, dass die Mehrheit unserer an Covid-19 erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner nun wieder gesund sind und auch negativ getestet wurden,“ sagt Christina Lumper, Vorstand der Diakonie Libera.

Am 7. März war bei einer Verwaltungsmitarbeiterin das Covid-19-Virus aufgetreten. Sie hatte laut Diakonie jedoch keinen Kontakt zu den Bewohnern. Anschließend waren trotz massiver Schutzvorkehrungen mehr als zehn Mitarbeiter und Patienten am Coronavirus erkrankt. Das Haus galt Ende März und Anfang April für einige Tage als das Corona-Sorgenkind im Landkreis Bautzen. Drei Bewohner waren in diesen Wochen an den Folgen des Virus gestorben.

„Dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Fachkräfte vor Ort, tatkräftiger Unterstützung aus unserem Laurentius-Haus in Hoyerswerda sowie unserem vehementen Nachdruck an Ämter und Politik zu handeln, konnten wir die Situation bis heute bewerkstelligen. Oftmals eine Zerreißprobe,“ sagt Silke Schlegel, Vorstand der Diakonie Libera.

Inzwischen sei die Mehrzahl der infizierten Bewohner gesund, betont die Diakonie weiter. Das gelte auch für die Mitarbeiter. „Wir hoffen und wünschen uns sehr, dass es so bleibt und wir über den Berg sind“, ergänzt Silke Schlegel. „Um weitere Stabilität zu erreichen, setzen wir nach wie vor auf die Unterstützung der Angehörigen unserer Bewohner. Es gilt weiterhin der Besuchsstopp. Wir wissen, je länger die Situation dauert, umso schwieriger wird es.“

Die Diakonie Libera hat ihren Sitz in Görlitz und ist in der Alten-, Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe tätig. Der Träger betreut neun Häuser und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 500 Mitarbeiter.