Das Coronavirus verändert den Alltag aller Menschen, und auch das Osterfest kann dieses Jahr niemand so feiern wie immer. Für Sabine Modsching begann die Veränderung mit der Schließung aller allgemeinbildenden Schulen in Sachsen.

Das Ostereiermalen an Wittichenauer Oberschule fiel aus

Sie konnte also nicht mehr Ende März mit ihren Sorbischschülern an der Oberschule Wittichenau Eier in der Wachstechnik bemalen, worauf diese sich schon gefreut hatten. „Es ist ein eigenartiges Gefühl, mitten im Schuljahr zu Hause zu sein“, sagt die Lehrerin.

Des weiteren fand der Mittellausitzer Ostereiermarkt in Neuwiese nicht statt, an dem die Zeißigerin bisher immer teilnahm. Sie verkauft dort ihre im Januar zu Hause verzierten Eier und bringt den Besuchern so sorbisches Brauchtum nahe. Nun wartet der große Korb mit den in der Wachstechnik gestalteten kleinen Kunstwerken auf den Neuwieser Ostereiermarkt 2021.

Modschings aus Zeißig begehen Ostern nur mit einem Teil der Familie

Das Osterwochenende wird Sabine Modsching nur mit der Familie ihrer Tochter verbringen, weil sie zusammen auf einem Vierseithof leben. Der Sohn aus Berlin – mit Frau und Sohn – darf Zeißig laut der geltenden Allgemeinverfügung nicht besuchen.

Das bedeutet, dass die Großmutter für ihren dreieinhalbjährigen Enkel rund um das Haus keine selbstgefärbten Ostereier und Geschenke verstecken kann. „Sobald es geht, wird Ostern für den Kleinen nachgeholt“, sagt die Mittfünfzigerin. Um die Zeit der Kontaktsperre zu überbrücken, wird viel telefoniert und über Whatsapp Kontakt gehalten.