Die Bautzener Kreisverwaltung setzt den Einzug der Eltern-Eigenanteile für die Schülerbeförderung im Mai aus. Das hat das Landratsamt jetzt mitgeteilt. Am 5. Mai erfolge damit erstmals keine Abbuchung von den jeweiligen Konten. Damit reagiert die Verwaltung auf die andauernde Schließung der Schulen für die allermeisten Schülerinnen und Schüler im Landkreis.

Elternbeiträge für Fahrtkosten im Kreis Bautzen werden nur vorläufig ausgesetzt

Allerdings: Diese Aussetzung der Abbuchungen habe bislang nur vorläufigen Charakter, heißt es. Der Eigenanteil sei damit noch nicht erlassen. Eine endgültige Entscheidung über die Zahlung der Eigenanteile für den Schülerverkehr steht noch aus. Die Kreisverwaltung will dem Kreistag einen Vorschlag unterbreiten. Wie dieser aussehen wird, ist noch unklar.

Fakt ist: Die meisten Schüler, die sonst täglich mit dem ÖPNV zur Schule und zurück fahren, brauchen ihre Jahreskarte derzeit nicht. Sie bezahlen sie bislang jedoch trotzdem, obwohl die Schulen seit Mitte März aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen sind.

Die Kreisverwaltung prüft dreierlei: Zum einen geht es um die Schüler, die seit dem 16. März gar nicht mehr zur Schule gehen. Zum anderen geht es um Schüler, die seit dem 20. April wegen ihrer Abschlussprüfungen wieder die Schule besuchen. Darüber hinaus müsse eine Lösung für die einmaligen Zahler gefunden werden, so die Kreisverwaltung.

In Sachsen wird es bis zum Sommer keinen normalen Schulbetrieb geben

Wie Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) betont, werde es einen normalen Schulbetrieb bis zu den Sommerferien nicht mehr geben. Die Staatsregierung hat erklärt, dass die Schüler der Vorabschlussklassen ab dem 6. Mai wieder zur Schule gehen sollen. Weitere Lockerungen soll es bis Ende Mai geben. Das Lernen daheim gehe trotzdem weiter. Geplant sei, dass jeder Schüler mindestens einmal pro Woche in der Schule ist. Schulen dürften selbst Präsenzzeiten festlegen.