Jetzt ist es amtlich: Das beliebte Weihnachtsmärchen der Hoyerswerdaer Lausitzhalle wird es im Jahr 2020 coronabedingt nicht geben. Geschäftsführer Dirk Rolka hat das Aus jetzt per Videobotschaft bekanntgegeben. Wo sich normalerweise an wenigen Tagen 3500 Gäste in sieben Aufführungen Lust auf Weihnachten holen, bleibt es diesmal still.

Lausitzhalle bietet Mitschnitte früherer Märchen-Auftritte

Die Lausitzhalle möchte Kindern, Eltern und Großeltern aus der Region jedoch ein wenig Weihnachtsstimmung bieten. Auf der Internet-Seite der Lausitzhalle wird es ab dem 22. Dezember pro Tag jeweils einen Zusammenschnitt aus Aufführungen der vergangenen Jahre geben, kündigt Rolka an. „Wir ringen um eine kleine, symbolische Geste“, so der Geschäftsführer weiter. Es soll das „Tapfere Schneiderlein“, „Frau Holle“ und „König Drosselbart“ geben. Die Lausitzhalle sei nun dabei, die Mitschnitte aufzuarbeiten und will sie per Streaming anbieten.

Traditionelle Hoyerswerdaer Konzerte fallen aus

Für die Lausitzhalle – wie auch für alle anderen Kulturanbieter – bedeutet der Dezember Stillstand. „Normalerweise ist der Dezember der intensivste Monat für uns“, so Dirk Rolka. Jetzt seien alle Termine bis Jahresende wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Die aktuelle Allgemeinverfügung lässt Live-Auftritte vor Publikum nicht zu. Davon betroffen seien ebenfalls das Silvesterkonzert wie auch Tags darauf das Neujahrskonzert.

Hoyerswerda

Ebenso abgesagt hat die Lausitzhalle ihre Teilnahme an der Weihnachtslounge in der Altstadt. Denn: Glühweinverkauf bei geltendem Alkoholausschankverbot ist unmöglich. Zuvor waren bereits der Ostermarkt, die Musikfesttage, das Stadtfest und der Teschenmarkt coronabedingt ausgefallen.