Die Corona-Inzidenz im Landkreis Bautzen steigt seit Tagen immer weiter. Am Montag (4. Oktober 2021) liegt dieser Wert erstmals seit mehr als drei Monaten wieder über 100. Fast überall in Sachsen steigt die Inzidenz wieder deutlich an.
Es hat sich angedeutet: Am Sonntag (3. Oktober 2021) hatte die Inzidenz zwischen Spreetal und Sohland bereits wieder an der 100er-Marke (98,3) gekratzt – jetzt liegt der Wert mit 103,7 darüber. 309 bestätigte Corona-Fälle hat es laut Robert-Koch-Institut innerhalb der vergangenen sieben Tagen im Kreis Bautzen gegeben.
Damit ist der Inzidenzwert erstmals seit dem 17. Mai 2021 wieder dreistellig. Was im Winter 2021 noch zu Einschränkungen geführt hat, hat zurzeit noch keine weiteren Folgen für die Einwohner. Denn anders als zuvor orientiert sich Sachsens Corona-Schutzverordnung inzwischen auch an der Belegung der Krankenhaus-Betten mit Covid19-Patienten.

Sachsen von Corona-Vorwarnstufe noch weit entfernt

Zurzeit (Stand 3.Oktober 2021) werden laut Statistiken der Sächsischen Staatsregierung 119 Corona-Patienten auf einer Normalstation eines Krankenhauses in Sachsen behandelt, 41 auf einer Intensivstation. Zum Vergleich: Eine Vorwarnstufe im Freistaat ist erst erreicht, wenn die Behandlungszahlen sachsenweit bei 650 Covid-Patienten auf einer Normalstation oder 180 Menschen auf einer Intensivstation liegen. Von diesen Zahlen ist Sachsen noch weit entfernt.
Trotzdem nehmen die Covid19-Fälle in Sachsen wieder deutlich zu – abzulesen an der Inzidenz (Stand: 4. Oktober 2021). Neben dem Landkreis Bautzen (103,7) liegen auch die Kreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (105,8) und Mittelsachsen (116,4) sowie der Erzgebirgskreis (110,6) über dem Wert von 100. Zum Vergleich: Andere Bautzener Kreis-Nachbarn sind noch unter einem Inzidenzwert von 100: Görlitz (77,0), Meißen (53,7), Dresden (69,2), Oberspreewald-Lausitz (41,5) und Spree-Neiße (46,9).