Trotz Lockdown in Sachsen ist noch kein Stillstand in Sicht: Noch immer steigen die Zahlen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Landkreis Bautzen weiter dramatisch an. So sind am Mittwoch erneut insgesamt 416 Coronavirus-Neuinfektionen registriert worden. Sieben Patienten im Alter zwischen 74 und 96 Jahren sind laut Kreisverwaltung verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 157.

Aktuell 3140 infizierte Personen im Landkreis Bautzen

Insgesamt wurden im Landkreis Bautzen seit Beginn der Pandemie 10.499 Infektionen mit dem SARS-CoV 2-Virus gezählt; 3141 Personen sind aktuell infiziert, teilt der Landkreis Bautzen mit. 6538 Menschen befinden sich aktuell in Quarantäne.
Nach den Rekordwerten der vergangenen Tage ist die 7-Tage-Inzidenz noch weiter angestiegen. Sie lag am Mittwoch bei 681 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Einen Tag zuvor war dieser Wert noch mit 661 benannt worden.
In den Kliniken im Landkreis Bautzen werden derzeit nach Meldung der Klinikleitstelle Dresden/Ostsachsen 249 Corona-Patienten behandelt, 36 davon auf einer Intensivstation.

In zwei Kliniken zu wenig Kühlmöglichkeiten für Verstorbene

Vize-Landrat Udo Witschas hat sich am Dienstag mit den Leitern der Kliniken im Landkreis Bautzen zur aktuellen Situation beraten. Dazu zählte auch die Frage, ob es für Verstorbene in den Kliniken ausreichend Kühlmöglichkeiten gibt. In zwei Kliniken ist das derzeit nicht der Fall. Dort werden jetzt weitere Kühlmöglichkeiten vor Ort geschaffen. Der Landkreis hat den Kliniken hier logistische Unterstützung angeboten.
Wie schwer es speziell für Kinder ist, die Quarantäne und das Lernen zu Hause zu bewältigen, damit beschäftigt sich ein Informationsblatt, das der Landkreis Bautzen im Internet unter www.landkreis-bautzen.de/download/landrat/Kinder_Quarantaene_Hinweise.pdf zur Verfügung stellt. Darin sind Tipps und Empfehlungen für Eltern für die Quarantäne und die häusliche Lernzeit zu finden.

Notbetreuung auch bei nur einem systemrelevanten Elternteil

Zur Notbetreuung in Kitas und Schulen hat die Kreisverwaltung eine Klarstellung formuliert: So können Eltern bestimmter Berufsgruppen eine Notbetreuung auch unabhängig von der Berufsgruppe des Partners in Anspruch nehmen.
Da das Landratsamt derzeit sehr viele Nachfragen zu diesem Thema erhält, wurde die Auslegung mit dem Freistaat abgestimmt. Demnach kann ein Kind die Notbetreuung besuchen, wenn nach Anlage 2 zur Corona-Schutz-Verordnung nur ein Elternteil in dieser besonders systemrelevanten Berufsgruppe tätig ist und eine Betreuung durch den anderen Personensorgeberechtigten nicht abgesichert werden kann. Die Einrichtungen seien nicht befugt, eigenständige Auslegungen vorzunehmen oder weitere Erklärungen der Eltern abzufordern.