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Burgneudorf wird wieder zur Sackgasse

Burgneudorf. In einer Einwohnerversammlung am Dienstag haben Markus Richter vom Landesamt für Straßenwesen und Verkehr (LASUV) und Bauamtsleiter Frank Fichtner von der Gemeindeverwaltung Spreetal über den weiteren Ausbau der Staatsstraße 130 informiert. Mit dem grundhaften Ausbau der Straße in Burgneudorf soll Ende Juni begonnen werden. Anja Guhlan / ang1

Eine Vollsperrung ist unumgänglich.

Schon lange wurde der desolate Zustand der Burgneudorfer Ortsmitte bemängelt. Und auch der Bereich Neustädter Straße hielt einige Bürger in Atem. Denn viel zu oft wird es auf der Straße, wenn sich zum Beispiel zwei Lastkraftwagen treffen, verdammt eng, sodass Gehwege überfahren werden oder die Gegenfahrbahn genutzt wird.

Nun wird in einem zweiten Bauschnitt der grundhafte Ausbau der Neustädter Straße in Angriff genommen. Rudi Konzack vom beauftragten Planungsbüro "Konzeko" aus Spremberg erklärt, dass dazu die S 130 bis zur Brücke "Kleine Spree" auch beidseitig um 20 Zentimeter erweitert wird, sodass die Fahrbahn von sechs auf 6,40 Meter breiter wird.

Auch die Straßenentwässerung wird erneuert und neue Borde und Gehwege werden gesetzt. Im Anschluss wird auch der Kurvenbereich hinter der Brücke "Kleine Spree" erweitert, um die Gegenverkehrssituation zu verbessern. Die Kosten der Baumaßnahme liegen bei circa 362 000 Euro. Die Gemeinde Spreetal wird dabei lediglich die Gehwegkosten von rund 70 000 Euro, die aber zu 90 Prozent gefördert werden, und einen Teil der Planungskosten übernehmen. Die restlichen Kosten übernimmt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

Für das Dutzend anwesender Bürger bei der Einwohnerversammlung ruft die Sanierung der S 130 Erleichterung hervor. Carola Richter, Bauleiterin von der ausführenden Baufirma Nadebor aus Krauschwitz, versichert den Anwohnern eine geregelte Zufahrt zu ihren Grundstücken. "Lediglich während der Rohrverlegung und der Asphaltierung ist die Zufahrt zu den Grundstücken temporär verwehrt", erklärt sie. Rettungsfahrzeugen muss die Zufahrt stets ermöglicht werden.

Durch die Baumaßnahme wird die Straßendurchfahrt nach Neustadt etwa 14 Wochen lang bis Ende September voll gesperrt sein. Umleitungen nach Neustadt - unter anderem über Spreewitz - müssen von den Bürgern in Kauf genommen werden.

Die Gemeindeverwaltung weist darauf hin, dass auf der Umleitungsstrecke in Spreewitz über die beiden Spree-Brücken eine Tonnagebegrenzung von neun Tonnen besteht. Eine großräumigere Umleitung wird voraussichtlich über Burg ausgewiesen sein.