| 02:39 Uhr

Buntes Fest mit lustigen Weibern

Beim Auftritt der "lustigen Weiber" in Lauta-Dorf blieb kein Auge trocken.
Beim Auftritt der "lustigen Weiber" in Lauta-Dorf blieb kein Auge trocken. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Lauta-Dorf. Die 32 Mitglieder des Heimatklubs und die Kameraden der Ortsfeuerwehr Lauta-Dorf stellten für die Feier am Samstag wieder allerhand auf die Beine. In dieser steckt viel Herzblut. Anja Guhlan / ang1

Eröffnet wurde das Heimatfest in Lauta-Dorf durch Bürgermeister Frank Lehmann und einen Familiengottesdienst mit Pfarrer Norbert Krüger. Danach ging es heiter weiter. Die "lustigen Weiber" sorgten mit ihrem "chaotischen Familienfest", bei dem Opa August, gespielt von Elke Kurth, seinen 80. Geburtstag feierte und somit reichlich Besuch sowohl von seinen Erbschleichern als auch vom fidelen Bürgermeister bekam, für Spaß und Unterhaltung. Die "lustigen Weiber" avancierten zu den Stargästen, die es hervorragend verstanden, die rund 500 Gäste zum Lachen zu bringen und zu begeistern.

Die sieben Laiendarstellerinnen haben ihren Auftritt wieder in vollen Zügen genossen. Seit Februar hatten sie die Geschichte erdacht und geprobt. "Uns gibt es jetzt seit elf Jahren und wir werden kein bisschen müde", sagt Annegret Feller. Gefunden haben sich die Frauen bei der gemeinsamen Weiberfastnacht im Jahr 2005. Da kam die Idee für solch eine dufte Damen-Truppe auf, die mit ihren oft schrillen Requisiten nicht nur bei Heimatfesten sondern auf Wunsch auch bei so manchem Geburtstag oder anderen Feierlichkeiten zu erleben ist.

Neben dem Auftritt der "lustigen Weiber" konnten Besucher am Kilo-Sägen ihr Schätzungsvermögen, am Hau-den-Lukas ihre Kraft und beim Armbrustschießen der Schützengilde Lauta-Dorf ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

Während des Festes wurde auch ein Gemälde der Kirche in Lauta-Dorf, das Künstlerin Christina Hoffmann gespendet hatte, versteigert. Sie ist vielen der Gäste noch als Kita-Erzieherin in dem Dorf bekannt. Mittlerweile wohnt sie an der Nordsee. Sie brachte aus Sicht der Dorfmitte die kleine Kirche mit Acryl auf die Leinwand. Eine Familie aus Lauta bot 200 Euro für das Bild und ist somit der Höchstbietende gewesen. Der Erlös kommt zu einhundert Prozent der Dach-Sanierung der Kirche zugute.

Rainer Kühne vom Heimatklub zeigt sich mit dem diesjährigen Fest zufrieden: "Das Wetter hat heute ja richtig gut mitgespielt. So lässt es sich gut feiern." Noch bis spät in die Abendstunden saßen die Dorfbewohner und Gäste gemütlich beisammen.

Im nächsten Jahr soll es wieder solch ein Fest geben. Dann feiert der Heimatklub sein 25. Jubiläum, das dann definitiv auch groß begangen werden soll. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest laufen bereits, wie Rainer Kühne berichtet.

Mehr Bilder unter www.lr-online/bilder