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| 02:57 Uhr

Bundeswehr ist auf Besucheransturm vorbereitet

Beim vergangenen Tag der offenen Tür des Truppenübungsplatzes Oberlausitz durfte Justin einmal Hubschrauberpilot sein. Bordwart Toralf Belke aus Holzdorf erklärte dem Jungen, was der Bundeswehr-Hubschrauber alles kann. Auch am 14. Juni werden Hubschrauber gezeigt.
Beim vergangenen Tag der offenen Tür des Truppenübungsplatzes Oberlausitz durfte Justin einmal Hubschrauberpilot sein. Bordwart Toralf Belke aus Holzdorf erklärte dem Jungen, was der Bundeswehr-Hubschrauber alles kann. Auch am 14. Juni werden Hubschrauber gezeigt. FOTO: ni
Haide. Bundeswehr-Interessierte sind am 14. Juni auf den Truppenübungsplatz Oberlausitz eingeladen. Im Bereich der Schießbahnen 8 und 9 findet von 10 bis 18 Uhr nach 2011 erneut ein Tag der offenen Tür statt. Die Besucher erwartet auf dem circa drei Kilometer langen Areal ein breit gefächertes Angebot. Dafür sorgen rund 400 Beteiligte an 45 Informationspunkten. Gabi Nitsche

Mit der Idee, die Lausitz auf den Truppenübungsplatz einzuladen, war der Crew um Kommandant Lutz Pauketat vor drei Jahren eine Punktlandung gelungen. Über 5000 Besucher kamen damals nach Haide. Geht es nach dem Chef und seinem Projektoffizier, Hauptmann der Reserve Gunder Kubissa, kann diese Besuchermarke am 14. Juni gern geknackt werden. Die Militärs und ihre Partner sind auf Ansturm vorbereitet. "Wir haben bedeutend mehr anzubieten als beim ersten Tag der offenen Tür", ist Kubissa überzeugt. Stolz berichtet er von 45 Ausstellern und 400 beteiligten Personen. Vor drei Jahren waren es "nur" 30 und 250.

Nicht nur der 17 000 Hektar große Platz mit seiner modernen Infrastruktur und Schießbahntechnik steht im Mittelpunkt des Geschehens. Es geht ebenso um andere Bundeswehreinheiten, die ansonsten hier nur zum Üben sind. Panzergrenadiere aus Marienberg, Soldaten vom Panzerlehrbataillon Munster, Fallschirmjäger aus Seedorf, Angehörige des Logistikbataillons aus Beelitz und vom Aufklärungsbataillon aus Gotha gehören genauso dazu wie Soldaten vom Jägerregiment in Hammelburg oder Mitarbeiter vom Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr. Die in Frankenberg stationierte Mobile Rettungsstation will sich sowie ihre Arbeit vorstellen.

"Höhepunkte sind sicherlich die Präsentationen der Fallschirmspringer und Vorführungen der Panzergrenadiere mit zwei Schützenpanzern und einem Kampfpanzer", schätzt Kommandant Pauketat. Regen Zuspruch dürfte auch die Hundestaffel der Polizei aus Dresden finden sowie eine umfangreiche Technikschau. Zum Gelingen des Tages der offenen Tür tragen verschiedene Feuerwehren und das Technische Hilfswerk bei. "Zwei Bundeswehr-Hubschrauber vom Typ CH 53 und ein Rettungshubschrauber Bell Air Rescue werden auch gezeigt", kündigt Oberstleutnant Pauketat an. Außerdem gibt es eine historische Waffenausstellung.

Vor drei Jahren herrschte auch dichtes Gedränge an den Startpunkten zu den Platz-Rundfahrten. "Die gibt es erneut. Zwei Strecken bieten wir an. Eine führt nach Tränke, die andere durchs Truppenlager Haide und zur neuen Schießbahn 11. Doch dieses Mal erhalten die Interessenten Fahrkarten mit konkreten Fahrtzeiten. Wir wollen lange Warteschlangen vermeiden." Lutz Pauketat erwähnt in diesem Zusammenhang, dass die Fahrten kostenfrei sind, aber Spenden für das Bundeswehrsozialwerk gern entgegen genommen werden.

Interessantes Wissen vermitteln Beschäftigte des Bundesforstbetriebes Lausitz, von Vattenfall und dem Wolfs-Kontaktbüro sowie Ehrenamtler vom Nabu. Wer berufliches Interesse an der Bundeswehr, der Bundes- oder Landespolizei oder Zoll hat, kann sich umfassend beraten lassen. Auf die Jüngsten wartet ein extra eingerichtetes Kinderland mit vielfältigen Spielmöglichkeiten.

Wer mit dem Auto kommt, der erreicht den Truppenübungsplatz über die B 115. Die Einfahrt zu den Parkplätzen erfolgt zwischen Weißkeißel und Rietschen (gegenüber Einfahrt zur Kommandantur Truppenübungsplatz) und ist ausgeschildert. Am Parkplatz erhält jeder Besucher ein Flugblatt mit einer Übersichtsskizze.