Hoyerswerdas Ortsteil Zeißig bekommt kein neues Häuschen für die Bushaltestelle „Am Sender“. Wie Korina Jenßen, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung bestätigt, wurde der Wunsch für den Bürgerhaushalt aus mehreren Gründe auf Eis gelegt. Demnach käme für die Aufstellung einer Wartehalle im Finkenweg nur eine Sonderkonstruktion infrage. Der ermittelte Kostenaufwand von rund 25 000 Euro übersteigt die zur Verfügung stehenden Mittel erheblich.

9500 Euro stehen zur Verfügung

Dem Ortsteil Zeißig stehen aus dem Budget vom Bürgerhaushalt pro Jahr 4000 Euro zur Verfügung. Für 2018, 2019 und 2020 macht das insgesamt 12000 Euro. Davon wurden zur Absicherung vom Hoffest in Zeißig im September bereits 2500 Euro ausgegeben. Da als Maßnahme keine weitere Option als „Nachrücker“ benannt wurde, stehen somit für 2020 noch 9500 Euro zur Verfügung.

Der Vorschlag für den Wind- und Regenschutz hatte bei der Abstimmung im Bürgerhaushalt 2019 für den Ortsteil Zeißig die meisten Stimmen bekommen und wurde deshalb auf Platz eins der Prioritätenliste gesetzt. Die Prüfung durch das Tiefbau- und Gewässermanagement am bisherigen Standort der Bushaltestelle „Eibenweg“ ergab jedoch, dass der verfügbare Platz des städtischen Grundstücks nicht ausreicht. Als neuer Standort wurde in Abstimmung mit der Unteren Straßenverkehrsbehörde der „Finkenweg“ favorisiert und bei der Vor-Ort-Begehung im Juli bestätigt. Auch die Verkehrsgesellschaft Regionalbus Oberlausitz zeigte sich einverstanden, die Linie 103 über die Nachbarstraße umzuleiten.

Buslinienkonzept wird überarbeitet

Hinzu kommt, dass das Regionale Buslinienkonzept des Landkreises Bautzen aktuell überarbeitet wird. Auch Linie 103 (Hoyerswerda-Bautzen) ist davon betroffen. Noch ist unklar, ob der ÖPNV langfristig möglicherweise auf anderem Weg an Zeißig anzubinden ist. In diesem Fall wäre das Thema Bushaltestelle ohnehin neu zu betrachten.