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| 01:33 Uhr

Bürgerbegehren gegen Verkehrskonzept

Cottbus. Cottbuser Straßenbahn-Aktivisten versuchen, das Verkehrskonzept durch ein Bürgerbegehren zu kassieren. Von Kathleen Weser

Volkes Stimme soll in Cottbus über das künftige Tram-Netz entscheiden. Dieter Schuster von Pro Tram wird das Bürgerbegehren gegen das in der Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen von Sozialdemokraten und Linken beschlossene Verkehrsentwicklungskonzept mit künftig nur noch drei Straßenbahnlinien einreichen und führen. Das bestätigt Dr. Michael Schierack (CDU). Pro Tram, der Fahrgastverband Pro Bahn, engagierte Bürger und der Verbund von Cottbuser Christdemokraten, Frauenliste, Freien Demokraten und Aktiven unabhängigen Bürgern (AUB) bündeln demnach ihre Kräfte. Ziel sei eine „völlig neue und offene Diskussion“ in der Stadt zum öffentlichen Nahverkehr. An einem gut begründeten Antrag werde bereits gearbeitet. Viel Zeit bleibt den Cottbuser Straßenbahn-Aktivisten dafür nicht: Nach der öffentlichen Bekanntmachung des Stadtverordnetenbeschlusses, die laut Stadtverwaltung am Samstag dieser Woche erfolgen werde, bleiben laut Gesetz acht Wochen für die Unterschriftensammlung. Etwa 8500 namentliche Bekundungen müssen zusammengetragen werden, um das beschlossene Verkehrsentwicklungskonzept kippen zu können. Die Unterschriften könnten im Stadtgebiet gesammelt werden, bestätigt Schierack. Um den Ansprüchen zu genügen, die der Wahlleiter erst nach Abgabe der Listen prüfe, haben sich die Initiatoren rechtlichen Beistand gesichert, so Schierack.