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| 02:48 Uhr

Bröthener Höfe öffnen wieder ihre Türen

Mit viel Liebe zum Detail bereiten Norbert Holdt und Annett Pahms ihre lauschige Weinlaube für die Gäste vor.
Mit viel Liebe zum Detail bereiten Norbert Holdt und Annett Pahms ihre lauschige Weinlaube für die Gäste vor. FOTO: Mandy Decker/mdr1
Bröthen. Bröthen lädt an diesem Wochenende Besucher aus Nah und Fern zum sechsten Hoffest ein. Die Gastgeber haben sich für den Samstag einige Höhepunkte ausgedacht und hübschen seit Tagen ihre lauschigen Gärten links und rechts der Hauptstraße auf. Mandy Decker / mdr1

Sorgfältig fegt Annett Pahms mit dem Handbesen den Staub von den Gartenmöbeln. Die Biergartengarnituren hat ein Bröthener Gastronom spendiert. Es entbrennt schon ein kleines Wettrennen um die regionalen Outdoor-Mobilar-Reserven, wenn in Bröthen die Höfe öffnen. Nach drei Jahren ist es am morgigen Samstag mal wieder soweit. Sieben Familien laden Besucher etwa in der Zeit von 9 bis 18 Uhr zu einem Blick hinter ihre sonst verschlossenen Tore ein. Am Dienstag hatte bereits der Budenbau entlang der Dorfstraße begonnen. Die historischen Ausstellungsstücke, wie die Dreschmaschine, liefen schon zur Probe. Der neue Torbogen zum Bürgerhaus wird schon einen Hingucker abgeben, auch wenn die geplante Fertigstellung zum Fest nicht ganz gelungen ist. Das Doppelkopf- und Romméturnier im Bürgerhaus läutet am heutigen Freitag 19 Uhr das Festwochenende ein. Ab 20 Uhr rockt bei freiem Eintritt die Neuwiesener Band "Brand Stew". Offiziell begrüßt die kommunale Politprominenz am Samstag um 10 Uhr. Die Traktorenausstellung auf dem Dorfplatz und das Kinderfest im Hof Czieselsky geben den Rahmen über die verschiedenen Höfe verteilten Highlights. So laden unter anderem die Zimmermanns um 11 Uhr zu Holzwettkämpfen in die Hauptstraße 48. Bei Czieselsky in der 19 gibt es um 12.30 Uhr eine Modenschau. Tomczyks aus der 24 haben um 14 Uhr die Kindertanzgruppe zu Gast. Eine Stunde später spielt Tank in der 44 Blasmusik auf.

Ginge es nach Annett Pahms, könnte das Hoffest ruhig auch zwei Tage dauern. Der Aufwand würde das rechtfertigen, meint die Bröthenerin. Das Wetter vor drei Jahren war optimal, erinnert sich Lebensgefährte Norbert Holdt. Etwa 150 Gäste hatte das Paar damals zu gegrilltem Wildschwein mit Rotkohl und Klößen begrüßen können. Die gleichen Leckereien werden sie in diesem Jahr wieder servieren. Drei Tage vor dem Hoffest gönnen Hofherr und -dame ihrer waldgrünen Tür noch einen frischen Anstrich. Letzte Mäharbeiten auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück mit der weitläufigen Streuobstwiese verfeinern das idyllische Ambiente. Die Gäste sollen sich wohlfühlen, sagt Norbert Holdt. Wenn dann aber am Abend im Haus Nummer 54 wieder Ruhe einkehrt, werden sich die Gastgeber schnell auf den Weg zum "Tanz auf dem Misthaufen" im Hof Metaschk machen, bevor am Sonntagmorgen der Scheunengottesdienst und ein zünftiger Frühschoppen mit Gulaschkanone das große Aufräumen einläuten.