Nach dem jüngsten Brand einer Scheune in Tätzschwitz werfen die Behörden dem 30-jährigen Verdächtigen vor, zwei der insgesamt fünf Brände der vergangenen Monate gelegt zu haben. Er befindet sich seit dem 9. Juli in Untersuchungshaft. Wie der Görlitzer Staatsanwalt Christopher Gerhardi auf RUNDSCHAU-Nachfrage mitteilt, soll der Mann für den Brand am 8. Juli 2020 sowie für einen Brand am 26. Juni 2020 verantwortlich sein.
Am 8. Juli war eine Scheune in der Koschener Straße niedergebrannt. Das Feuer hatte auch auf ein benachbartes Wohnhaus übergegriffen. Zudem wird der 30-Jährige verdächtigt, den Vierseitenhof in Brand gesteckt zu haben, in dem er selbst wohnt. Im ersten Fall handelt es sich um den Verdacht der schweren Brandstiftung, im weiter zurückliegenden um Brandstiftung.

Fünf Brände in Tätzschwitz seit Mai 2020

Laut Staatsanwalt Gerhardi wird der Mann auch verdächtigt, für drei weitere Brände in Tätzschwitz verantwortlich zu sein. Sie seien Gegenstand des Ermittlungskomplexes, jedoch nicht Teil des aktuellen Haftbefehls. Die Ermittlungen werden laut Staatsanwaltschaft nun mit Hochdruck geführt. Noch ist jedoch unklar, wann sie abgeschlossen sein werden.
Seit Mai 2020 hatte es im Elsterheide-Ortsteil Tätzschwitz fünfmal gebrannt. In allen Fällen sind Scheunen betroffen gewesen. Bereits nach den ersten Fällen war in sozialen Medien der Verdacht geäußert worden, dass es sich um einen Brandstifter handeln könnte. Beim jüngsten Brand am 8. Juli hatte die Polizei einen Fährtenhund im Einsatz, der eine Spur bis zum 30-jährigen Verdächtigen verfolgt hat. Der Mann war daraufhin, wenige Stunden nach dem Ausbruch des Brandes, von der Polizei festgenommen worden.
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