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Botaniker aus ganz Deutschland tagen in Görlitz

Görlitz. Auf Einladung des Senckenberg Museums für Naturkunde treffen sich derzeit rund 170 Vegetationskundler aus Deutschland in Görlitz. Sie sind Mitglieder der Floristisch-Soziologischen Arbeitsgemeinschaft und lernen bis zum 11. red/dh

Juni in Vorträgen und Exkursionen die Pflanzenwelt der Region kennen. Bei den Jahrestagungen der Arbeitsgemeinschaft stehen dem Görlitzer Museum für Naturkunde die Erforschung der heimischen Flora und Vegetation sowie naturschutzbezogene Fragestellungen im Mittelpunkt des Austausches. Die Tagung wird von der Sächsischen Landesstiftung für Natur und Umwelt unterstützt.

"Die Jahrestagung findet das erste Mal in der Oberlausitz statt, einer Region die besonders vielfältig ist und botanisch als hervorragend erforscht gilt", sagt Prof. Dr. Karsten Wesche, Leiter der Botanik am Senckenberg Museum. "Schon 1594, also sehr früh in der deutschen Wissenschaftsgeschichte, erschien das erste botanische Werk über die Lausitz, damals noch in lateinischer Sprache, der ,Hortus Lusatiae', von Johannes Franke" so Wesche weiter. Neben der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz hat das Senckenberg Museum einen großen Anteil an der Erforschung der regionalen Pflanzenwelt.

Die Botaniker besuchen während der Jahrestagung auch die Pflanzensammlung des Museums, das Herbarium. Dort werden rund 375 000 Pflanzenbelege aus drei Jahrhunderten für die Zukunft aufbewahrt. Bei acht verschiedenen Exkursionen erhalten die Tagungsteilnehmer zudem Einblicke in die landschaftliche Vielfalt der Oberlausitz unter Leitung von erfahrenen Experten verschiedener Institutionen aus der Region.