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Blunodamm und Scheibesee sind die Favoriten

Hoyerswerda/Kamenz. Mehr Landschaftserlebnis, mehr Ausblick – das soll es künftig im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes geben. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (ZVLSS) hat deshalb jetzt die Weichen für die Planung von zwei großen Landmarken und mehreren neuen Sichtschneisen im Seengebiet gestellt. Catrin Würz

Zwar geht es in dem am Dienstag in Kamenz gefassten Beschluss zunächst erstmal nur um Vorplanungen. Doch klar ist bereits: Für Landmarken im Gelände - ähnlich dem Rostigen Nagel am Sedlitzer See - sind zwei Standorte am Blunoer Südsee und am Scheibesee schon favorisiert.

Zu diesem Ergebnis ist das Landschaftsarchitekturbüro Su batzus & Bringmann aus Großrä schen gekommen. In einer Studie haben die Landschaftsexperten die Seenkette unter die Lupe genommen und 17 verschiedene mögliche Standorte geprüft. Am Ende hat sich herauskristallisiert: Der Blunodamm am Blunoer Südsee ist der vielversprechendste Standort für den Bau eines solchen Aussichtsturmes. Er müsste jedoch mindestens 30 Meter hoch sein, dann würden sich dem Besucher interessante Ausblicke über die Seenkette bis zum Leuchtturm in Geierswalde und bis zum aktiven Tagebau bei Welzow eröffnen.

Auch ein Standort am Nordufer des Scheibesees bei Burg wird von der Studie als geeignet empfohlen. Nicht so geeignet sei dagegen der Bau der Landmarke am westlichen Ufer mehr zur Stadt Hoyerswerda hin - wie es Oberbürgermeister Stefan Skora lieber gesehen hätte. Laut der Planer stehen hier jedoch ein Bebauungsplan für den Campingplatz und Naturschutzflächen dem Bau entgegen.

Außer den Landmarken sollen künftig so genannte Sichtschneisen für eine größere Erlebbarkeit und Wahrnehmung der Seen sorgen. Indem an geeigneten Stellen Wald ausgelichtet oder beseitigt wird, soll mehr "Blickkontakt" zu den Wasserflächen geschaffen werden. Dies soll auch bei Autofahrern das Gefühl verstärken, sich im Seengebiet zu befinden.