Die Polizei Hoyerswerda erhielt am Dienstag den Hinweis, dass ein 63-jähriger Mann in seiner Wohnung in Königswartha eine Pistole habe. Weil die Gefahr bestand, „dass der Deutsche die Waffe auch einsetzen könnte“, rückten speziell geschulte Polizeibeamte daraufhin am Nachmittag aus, wie Polizeisprecherin Anja Leuschner informiert. Dabei handelte es sich um lebEL-Kräfte. LebEL steht für lebensbedrohliche Einsatzlage. Die Beamten werden nur in solchen Situationen tätig.

Die Hoyerswerdaer Streifen begaben sich mit den Kräften des Einsatzuges zur Anschrift des Mannes. In der Wohnung fanden die Ordnungshüter eine Luftdruck-, eine Paintball- sowie eine Schreckschusswaffe. Außerdem stießen die Uniformierten auf ein Funkgerät der Freiwilligen Feuerwehr Wartha. Dieses ist im September 2017 als gestohlen gemeldet worden. Die Polizisten stellten die Waffen und das mutmaßliche Diebesgut sicher. Aufgrund gesundheitlicher Probleme brachten Rettungskräfte den Wohnungsinhaber schließlich in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen in diesem Fall übernahm die Kriminalpolizei. Sie prüft die strafrechtliche Relevanz des Vorfalls.