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| 01:28 Uhr

Bittersüße Klänge in der Lausitzhalle

Stillleben in einer Konzertpause auf der Bühne der Hoyerswerdaer Lausitzhalle. Schon bald werden die Musiker zurückkehren und Teil 2 des Philharmonischen Konzerts zu Gehör zu bringen. Foto: Uwe Jordan
Stillleben in einer Konzertpause auf der Bühne der Hoyerswerdaer Lausitzhalle. Schon bald werden die Musiker zurückkehren und Teil 2 des Philharmonischen Konzerts zu Gehör zu bringen. Foto: Uwe Jordan FOTO: Uwe Jordan
Am morgigen Mittwoch erklingen in der Lausitzhalle „Abschiedslieder“; so das Thema des 2. Philharmonischen Konzerts, bei dem das Orchester einmal mehr unter Stabführung von Dirigent GMD Eckehard Stier agiert und als Solistin die belgische Sopranistin Hélène Bernardy verpflichten konnte. no

Gespielt werden drei Werks-Komplexe: Wolfgang AmadeusMozarts "Maurerische Trauermusik" KV 477, Richard Strauss' "Vier letzte Lieder" und John Coriglianos "Sinfonie Nr. 1". Mozarts Orchesterwerk erhält durch den Einsatz von Kontrafagott, Bassett- und Waldhörnern einen dunklen Klang, der den Trauerhabitus besonders hervorhebt. Die vier letzten Lieder Richard Strauss' nach Gedichten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff entstanden 1948 in der Schweiz, in die sich Strauss mit seiner Frau gegen Kriegsende flüchtete. Angesichts des vergangenen Krieges und in Gewärtigung des eigenen, baldigen Todes, behandelt Strauss Tod und Abschied. Coriglianos (*1938) 1. Sinfonieist den Aids-Opfern unter seinen Musikerfreunden gewidmet: "Im Laufe der letzten zehn Jahre habe ich viele Freunde und Kollegen durch die Aids-Epidemie verloren... Meine 1. Sinfonie entstand aus den Gefühlen von Verlust, Wut und Frustration heraus. Es entstand in mir der Wunsch, musikalisch der Freunde zugedenken, die ich verloren habe, und jene, die ich verliere, zu betrachten. Ich beschloss, die ersten drei Sätze der Sinfonie auf drei mir bekannte Musiker zu beziehen, die ich mein ganzes Leben kannte."Die Solistin Hélène Bernardy ist "eine vom ersten Ton an durch optische und klangliche Sympathie für sich einnehmende Sopranistin. Wie ein frischer Quell dringt ihre liebliche, sich in den Ausbrüchen, strahlkräftig behauptende Stimme an unser Ohr", schrieb die Zeitung "Der neue Merker" voller Entzücken über die Bernardy. no"Abschiedslieder" - Neue Lausitzer Philharmonie; Lausitzhalle Hoyerswerda (Lausitzer Platz 4)Mittwoch, der 14. Oktober (morgen), 19.30 Uhr (Konzert-Einführung 18.45 Uhr)