Dicker Rauch quillt aus den Fenstern der Wohnung in der zweiten Etage der Hufelandstraße 34 in Hoyerswerda. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind wenige Minuten später mit einem Großaufgebot zur Stelle. Von beiden Seiten des Hauses wird gelöscht. Auch die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Hoyerswerda ist im Einsatz. Wenige Minuten später gibt es Entwarnung: Das Feuer in der Wohnung ist aus. Eine Person muss wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt werden. Sie wird gegen 13 Uhr mit dem Krankenwagen ins nahe Klinikum gefahren.

Kurz nach 12 Uhr hatte es in der Wohnung einen Riesenknall gegeben, berichten Anwohner. Danach zuckten Flammen durch das Wohnzimmer. Feuerwehr-Einsatzleiter Torsten Irrgang und Hoyerswerdas Feuerwehr-Chef Dieter Kowark bestätigen diese Version. Was zu dem Brand geführt hat, lässt sich wenige Minuten nach dem Einsatz noch nicht sagen, heißt es. Am Mittwochnachmittag teilt die Polizeidirektion Görlitz mit: Vermutlich ist es aus bisher ungeklärter Ursache zum Brandausbruch im Umfeld verschiedener elektrischer Geräte gekommen, die aufgrund der Hitzeentwicklung zusammengeschmolzen sind. „Dabei ist es vermutlich zur Implosion der Bildröhre des Fernsehgerätes gekommen“, so die Polizei weiter. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs hätten sich keine Personen in der Wohnung befunden. Alle im Haus befindlichen zwölf Mietparteien konnten das Mehrfamilienhaus selbstständig verlassen, teilt die Polizei mit. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden elf der Wohnungen wieder freigegeben. Die Wohnung einer 30-jährigen Mieterin, in welcher der Brand ausgebrochen war, ist derzeit auch durch die komplette Verrußung unbewohnbar.

Die Berufsfeuerwehr Hoyerswerda und die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt sind zum Brandort gerufen worden, so Dieter Kowark – insgesamt 39 Einsatzkräfte mit zehn Fahrzeugen, dazu drei Rettungswagen plus zwei Notärzte. Auch die Polizei ist mit mehreren Streifen vor Ort gewesen.