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| 01:51 Uhr

Bilder im Kopf machen das Lernen leichter

Gregor Staub Foto: Guhlan
Gregor Staub Foto: Guhlan FOTO: Guhlan
Hoyerswerda. Einen Tag vorher anfangen zu lernen und am nächsten Tag zur Prüfung alles perfekt können – das ist der Traum eines jeden Schülers. Doch laut Gregor Staub kann jeder dieses Ziel erreichen. no

Der bekannte Schweizer Gedächtnistrainer war am Mittwoch Gast eines „Gedächtnistages“, zu dem Sportbund Lausitzer Seenland und PSW Schulung & Werbung GmbH die Acht- bis Elftklässler der Hoyerswerdaer Mittelschulen und Gymnasien in den Sparkassensaal in der Altstadt eingeladen hatten.

Schon zu Beginn der Veranstaltung ging Gregor Staub durch die Reihen und lernte innerhalb von 15 Minuten 40 Namen auswendig. Später erklärte der 56-Jährige seine speziellen Lernmethoden, die er im Laufe seiner zwanzigjährigen Berufserfahrung selbst entwickelt hat. Staub begann mit einer einfachen Schätzaufgabe. Er fragte die fast 400 Jugendlichen, wie viele Vokabeln sie an einem Nachmittag lernen könnten, sodass sie diese am nächsten Tag fehlerlos wiedergeben könnten. Mehr als ein Drittel der Schüler war der Überzeugung, dass bei mehr als 30 Wörtern Schluss wäre. Der Schweizer erzählte, dass auch die meisten Universitätsprofessoren dieser Meinung seien. Er jedoch sei davon überzeugt – mit seiner Art des Lernens wären 200 Vokabeln kein Problem. Ganz nach seinem Motto: „Jedem Menschen wird im Leben nichts geschenkt, aber es gibt immer eine Chance.“

Mit viel Witz und Humor brachte er den Schülern bei, sich mittels Geschichten und Ableitungen schwere Vokabeln einzuprägen. Aus einzelnen Wortteilen oder Silben leitete er gleichklingende deutsche Wörter ab. Diese Wortgruppen ließen sich aufgrund ihrer Außergewöhnlichkeit leichter merken, als die Vokabel selbst. An das Ende der Wortgruppe setzte Staub immer die eigentliche deutsche Bedeutung.

Aus dem englischen Wort „fertilise“ (düngen) wurde so: „Ferkel Tal leicht düngen“. Obwohl die Eselsbrücken oft länger waren als das, was sich die Anwesenden merken sollten, blieben diese doch eher im Gedächtnis.

Der Gedächtnistrainer legte den Jugendlichen vor allem eins nahe: Sie sollten nicht schon nach dem zweiten Versuch aufgeben, sondern etwas so lange probieren, bis es funktioniert. Mit einer positiven Einstellung ginge das Lernen dann viel besser.