| 02:40 Uhr

Besserung in Sicht für die Niederkirchner-Straße

Löchrig wie ein Käse – so sah die Käthe-Niederkirchner-Straße noch Ende Februar aus. Ab Juli soll die Straße eine neue Deckschicht bekommen.
Löchrig wie ein Käse – so sah die Käthe-Niederkirchner-Straße noch Ende Februar aus. Ab Juli soll die Straße eine neue Deckschicht bekommen. FOTO: cw
Hoyerswerda. Der katastrophale Zustand der Käthe-Niederkirchner-Straße in der Hoyerswerdaer Neustadt soll noch im Sommer ein Ende haben. Die Stadt plant, die Straße ab Juli zwischen den Einmündungen Otto-Damerau-Straße und Konrad-Zuse-Straße instandsetzen zu lassen.

Zumindest auf diesen 240 Metern Länge soll eine neue Asphaltschicht aufgetragen werden. Die für die Bauarbeiten nötige Summe von knapp 105 000 Euro hat der Technische Ausschuss des Stadtrates in dieser Woche ohne Zögern bewilligt.

Die Niederkirchner-Straße, die als eine der Zufahrtsstraßen zum Lausitzer Seenland Klinikum gilt, war vor allem im letzten Winter in einem kaum noch zumutbaren Zustand und arg in die Kritik geraten. Riesige und tiefe Schlaglöcher, in denen der Beton aus DDR-Tagen zum Vorschein kam, prägten die Fahrbahn. Nach Notreparaturen und Flickarbeiten soll nun jedoch eine mittelfristige Lösung für die Straße angesteuert werden. "Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen grundhaften Ausbau, sondern lediglich um die Erneuerung der Deckschicht", stellte Sabine Masser von der städtischen Bauverwaltung klar. Der jetzige marode Asphalt und die oberste Schicht der darunter liegenden Betonplatten aus DDR-Tagen werden abgefräst und neuer Fahrbahnbelag aufgetragen. Dabei soll erstmals eine neue Technologie zur Anwendung kommen. Zwischen Beton und Asphalt wird eine spannungsabbauende Zwischenschicht - eine so genannte Sami-Membran - eingebaut. Das soll verhindern, dass in der neuen Deckschicht schon bald wieder Spannungsrisse auftauchen. Sabine Masser verwies gegenüber Skeptikern darauf, dass mit diesem Verfahren anderswo Nutzungszeiten von rund zehn Jahren für neue Deckschichten erreicht wurden.

Die Kosten für die Straßen-Instandsetzung werden zu 90 Prozent aus Fördermitteln des Freistaates Sachsen getragen, erklärte Bau-Fachbereichsleiter Dietmar Wolf. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich in der ersten Juli-Woche starten und zirka zwei Wochen dauern.