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| 17:13 Uhr

Kundgebung vor Werktor
Beschäftigte von Ikea-Zulieferer in Wittichenau fordern mehr Geld

 Blick auf das Maja-Möbelwerk.
Blick auf das Maja-Möbelwerk. FOTO: Maja - Möbelwerk GmbH
Wittichenau. Die Mitarbeiter von Maja Möbel in Wittichenau fordern bessere Bezahlung. Der Betrieb ist ein wichtiger Ikea-Zulieferer.

Die rund 900 Beschäftigten des Ikea-Zulieferers Maja Möbel in Wittichenau (Landkreis Bautzen) fordern mehr Geld. Zu einer Kundgebung vor dem Werkstor würden bis zum Mittwochabend rund 500 Mitarbeiter zwischen ihren Schichten erwartet, sagte Jan Otto von der IG Metall am Mittwoch. Die Gewerkschaft hatte zu der Kundgebung aufgerufen, nachdem die Arbeitgeber den zweiten Verhandlungstag um einen Flächentarifvertrag kurzfristig abgesagt hatten.

Der Unmut der Kollegen sei riesig, die Stimmung werde durch die Absage nicht besser, hieß es. „Die nächste Stufe ist der Warnstreik“, so Otto. Das Maja Möbelwerk gehört den Angaben zufolge zu den größten Ikea-Zulieferern in Europa.

Geschäftsführer Uwe Gottschlich betonte, dass die Verhandlungen lediglich verschoben worden seien und verwies auf den nächsten Termin am 12. März. Dann werde man sehen, was die Gespräche ergäben. „Wir müssen für den Standort, aber auch für die Mitarbeiter das beste Ergebnis erzielen.“ Laut Gewerkschaft bekommen die Beschäftigten zum Teil nur wenig mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Die IG Metall hatte die Geschäftsführung daher Ende Dezember zu Tarifverhandlungen aufgefordert.

Zudem laufen seit Dienstag ebenfalls Tarifverhandlungen mit der Daimler-Tochter Deutsche Accumotive in Kamenz. Die IG Metall fordert für die Mitarbeiter die Übernahme des Flächentarifvertrages der sächsischen Metall- und Elektroindustrie sowie zusätzlich die 35-Stunden-Woche.

(dpa)