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| 17:18 Uhr

Verabschiedung von Berufsschulklassen
„Generation Goldstaub“ in die Berufswelt verabschiedet

 Torsten Bork, Vorsitzender der Geschäftsleitung Wirtschaftsregion Lausitz GmbH bei der feierlichen Verabschiedung der Berufsschulklassen im BSZ „Konrad Zuse“ in Hoyerswerda. Für die jungen Leute stehen ihm zufolge die Chancen gut, in der Heimat bleiben zu können.
Torsten Bork, Vorsitzender der Geschäftsleitung Wirtschaftsregion Lausitz GmbH bei der feierlichen Verabschiedung der Berufsschulklassen im BSZ „Konrad Zuse“ in Hoyerswerda. Für die jungen Leute stehen ihm zufolge die Chancen gut, in der Heimat bleiben zu können. FOTO: Rainer Könen
Hoyerswerda. Angehende Industriekaufleute, Verkäufer, Fachlageristen und Hauswirtschafts­technische Helfer werden Zeugen eines Strukturwandels in der Lausitz. Den können sie aktiv mitgestalten. Von Rainer Könen

Veranstaltungen wie die feierliche Verabschiedung der Berufsschulklassen im Hoyerswerdaer Berufsschulzentrum (BSZ) „Konrad Zuse“ haben immer einen festgelegten Ablauf. Dazu gehörte am Dienstagvormittag in der Aula der Einrichtung selbstverständlich auch ein musikalisches Rahmenprogramm. Um die 100 Absolventen der Berufsschule mit poetisch-nachdenklichen Klängen auf den neuen Lebensabschnitt einzustellen, etwas, was Monika (Gesang) und Michael Noack (Klavier) gut gelang.

Werden in solchen Feierstunden die Klassenbesten ausgezeichnet, ist es üblich, dass man auch dem Lehrpersonal dankt für die zumeist schöne Zeit an diesem Ort. Dies übernahmen die beiden angehenden Lagerlogistik-Fachkräfte Marie Prugel und Alexander Wuchatsch. Und selbstverständlich geht es auch ohne die obligatorischen Grußworte der Schulleitung nicht. So wies Schulleiterin Kathleen Stephan die Absolventen auch darauf hin, dass diese nun ihr „Leben selbst gestalten“ könnten. Ein Leben, das die meisten, im Gegensatz zu vorhergegangenen Generationen, sicher dauerhaft in der Lausitz leben dürften.
Denn die „Zeit des Stillstands, der Stagnation, des Rübermachens in den Westen“, sie sei jetzt endgültig vorbei, sagte Torsten Bork in seiner Festrede. Was der Vorsitzende der Geschäftsleitung Wirtschaftsregion Lausitz GmbH den jungen Leuten mit auf den Weg gab, dürften diese vermutlich so schnell nicht vergessen. Laut Bork werden die angehenden Industriekaufleute und Verkäufer, Fachlageristen und Hauswirtschaftstechnischen Helfer in den kommenden Jahren nicht nur Zeugen eines beispiellosen Strukturwandels werden, sondern diesen auch aktiv mitgestalten können. Der Ausstieg aus der Kohle, die rund 40 Milliarden Euro, mit denen der Bund in den kommenden Jahren den Strukturwandel in den Kohlerevieren der Republik unterstützen und fördern will, der biete den jungen Menschen hier die Möglichkeit, dauerhaft in der Heimat bleiben zu können.

Hinzu komme, so Bork weiter, dass die hiesigen Unternehmen ob des eklatanten Fachkräftemangels händeringend gut ausgebildete Berufsschulabsolventen suchten. Eigentlich, so Bork weiter, „müsste ich Sie als Generation Goldstaub bezeichnen“. Habe man in der Nachwendezeit oftmals keine Arbeit in der Lausitz  gefunden, weil Betriebe abgewickelt, die Region als strukturschwach bezeichnet wurde, so Bork, werde diese heranwachsende Generation nicht nur Zeuge eines historisch-einmaligen Umbruchs, der viele Arbeitsplätze schaffe, sondern sie sei auch aufgefordert, sich mit Ideen in die Gestaltung der künftigen Lausitz einzubringen.
Derart positiv auf den auf solchen Veranstaltungen immer wieder bemühten Ernst des Lebens eingestimmt, schauten manche nach der Feierstunde beim in der Aula untergebrachten Stand der Arbeitsagentur vorbei – um sich den passenden Job in der Region zu suchen.

 Torsten Bork, Vorsitzender der Geschäftsleitung Wirtschaftsregion Lausitz GmbH bei der feierlichen Verabschiedung der Berufsschulklassen im BSZ „Konrad Zuse“ in Hoyerswerda. Für die jungen Leute stehen ihm zufolge die Chancen gut, in der Heimat bleiben zu können.
Torsten Bork, Vorsitzender der Geschäftsleitung Wirtschaftsregion Lausitz GmbH bei der feierlichen Verabschiedung der Berufsschulklassen im BSZ „Konrad Zuse“ in Hoyerswerda. Für die jungen Leute stehen ihm zufolge die Chancen gut, in der Heimat bleiben zu können. FOTO: Rainer Könen