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Bernsdorfer Stadtgeschichte – "enorm spannend"

Helmut Freund (M.) hatte vor zehn Jahren die AG Stadtgeschichte mitgegründet. Hier fachsimpelt er mit Dieter Retschke (l.) und Karl-Heinz Weigel.
Helmut Freund (M.) hatte vor zehn Jahren die AG Stadtgeschichte mitgegründet. Hier fachsimpelt er mit Dieter Retschke (l.) und Karl-Heinz Weigel. FOTO: hir1
Bernsdorf. Am Montagnachmittag hat die Bernsdorfer AG Stadtgeschichte im Garten des Mehrgenerationenhauses ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Etwa 35 Leute ließen in wohltuend lockerer Atmosphäre das vergangene Jahrzehnt Revue passieren. hir1

AG-Chefin Konstanze Höhne erinnerte daran, wie alles begann. "Auslöser für die Gründung war das Ereignis des 40. Jahrestages der Stadtrechtverleihung von Bernsdorf. Das sollte mit einer Ausstellung zur Stadtentwicklung begleitet werden. So trafen sich Ende Oktober vor zehn Jahren 18 geschichtsinteressierte Personen wie Fritz Arnold, Helmut Freund, Dr. Konstanze Höhne und Manfred Petschke, um in drei Arbeitsgruppen in Bernsdorfs Historie zu tauchen", erzählte sie.

Seit dem 16. November 2007 traf sich die Gruppe zweimal im Monat. Die Termine waren bei den Mitgliedern dick im Kalender angestrichen. Das Resultat der ehrenamtlichen Arbeit dieser drei Arbeitsgruppen war 2008 eine viel beachtete Ausstellung zu "40 Jahre Stadtrecht Bernsdorf" im Vereinshaus Grüner Wald.

Damit war eigentlich das Ziel erreicht. Aber keiner hatte mit dem Spaß an der Freude der Hobbyhistoriker gerechnet, die noch heute der Meinung sind, "dass gerade Stadtgeschichte enorm spannend sein kann". Und das ist auch der Grund, dass die AG Stadtgeschichte bis heute kein Verein ist. Sie wollen ohne "unsichtbare Zwänge und Papierkram" längst Vergessenes in der Bernsdorfer Historie zutage fördern, sind sie sich alle einig.

"So war und ist es für uns am besten, denn der Unterstützung unseres Bürgermeisters Harry Habel konnten wir uns gewiss sein", erzählt Bernd Krause, der die AG bis 2012 leitete. Im Übrigen ist Harry Habel sehr stolz auf die AG Stadtgeschichte. Er betrachtet sie als ein wichtiges Instrument, was unaufhörlich in Vergangenheit und Gegenwart "kramt".

"In den zehn Jahren Existenz haben wir mit unserem Elan viel schaffen können, wie den visuellen Stadtrundgang, der auch Bernsdorfs Ortsteile beleuchtete", sagte AG-Vize-Chefin Marlies Friedrich. "Auch die Geschichte unserer Hauptstraße, der jetzigen B 97, haben wir der Öffentlichkeit vorgestellt und dabei viele Bernsdorfer begeistert. Vor allem haben wir unvergessliche Zeitdokumente geschaffen, die aber ohne Mithilfe der Bevölkerung unvollendet geblieben wären", so Marlies Friedrich.

Eine Überraschung Hochkaräter hatte Konstanze Höhne noch im Ärmel. Sie informierte über laufende Projekte. So soll nächstes Jahr, wenn Bernsdorf auf 50 Jahre Stadtrecht zurückblicken kann, eine Chronik herauskommen. Auch ein Kochbuch mit Bernsdorfer Rezepten und Anekdoten ist in Arbeit. In dem neuen Büro der AG Stadtgeschichte in der Freie Oberschule Bernsdorf werden auch in Zukunft Ideen verwirklicht.

Besonders geehrt wurden die fünf Gründungsmitglieder Fritz Arnold, Helmut Freund, Konstanze Höhne, Manfred Petschke und Wilfried Steinborn.